Vor Wien die Türken: Löw warnt bis zum Anschlag - DER SPIEGEL
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Vor Wien die Türken Löw warnt bis zum Anschlag

In einem flammenden Appell hat Bundestrainer Jogi Löw jetzt vor unserem Halbfinalgegner gewarnt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nur mit einer hochkonzentrierten Leistung, so Löw, werde es möglich sein, die "bestialisch starken" Türken niederzuringen: Die hätten ja die Kroaten geschlagen, welche wiederum die Polen geschlagen hätten, welche in der Quali Portugal geschlagen hätten, welches bekanntlich sogar die Türken selber geschlagen habe - offensichtlich also, so Löw, könnten die Türken ihre Leistungsstärke "praktisch bis ins Beliebige" steigern.

Besonders unkalkulierbar seien sie jetzt, wo das halbe Team wegen Sperren, Selbstverletzungen und akuten Angstzuständen ausfalle. "Das werden Laufwege, wie wir sie noch nie gesehen haben!" Da keiner die Spieler kenne, könnten die Türken zudem heimlich auswechseln: "Schwupps, rein in die Fankurve, zack, kommt ein Fan mit demselben Trikot wieder rein!" Welches andere Land könne es sich leisten, Spieler wie Hakan Sükür oder Mehmet Scholl gar nicht erst zu nominieren? Wie stark müsse sich ein Team fühlen, das ganz bewusst mit Rauslauf-Rüstü im Tor antrete?

"Gut", so Löw zu den Medienvertretern, er müsse jetzt los, er wolle mit "den Jungs" heute einen draufmachen - das sei ja dann erst nach dem Endspiel wieder möglich.