Mit dem Zweiten... ...sieht man, mein Gott, was heißt "besser"...
Deeskalieren!
Als das Spiel in Basel viele Zuschauer nervlich zu überfordern drohte, handelte das ZDF instinktiv richtig.
Fragwürdig!
Dann allerdings entschieden sich die Verantwortlichen für ein Stand- bzw. Sitzbild von Béla Réthy. Die extrem polarisierende Wirkung dieser Maßnahme wurde offensichtlich nicht bedacht...
Gratwanderung
Hysterische Menschenmassen trafen sich überall auf den Straßen und Plätzen in Deutschland, um ein auf Großleinwänden gezeigtes Béla-Réthy-Foto anzufeuern.
Dabei...
...hätte sich das ZDF durchaus anders entscheiden können, ja müssen. So betonten Sendersprecher immer wieder, man sei vertraglich verpflichtet, "Bilder aus Wien" zu zeigen.
Doch anstatt vertragstreu zu handeln, zeigte man unablässig - Béla Réthy.
Vorbildliches Ausland
Andere Sender, etwa der französische Kanal TF1, zeigten Archivbilder. Da auch das ZDF über Archivbilder (Knut, Zweiter Weltkrieg) verfügt, hätte die Sendeleitung durchaus reagieren können.
Stattdessen: Béla Réthy!
Wohlfeil!
Doch anstatt jetzt Konsequenz zu beweisen, entschied sich das ZDF urplötzlich dafür, die Übertragung des Béla-Réthy-Fotos zu unterbrechen und Szenen aus dem Baseler Stadion zu zeigen. Quote statt Qualität?
Neuer Slogan?
Der von Claus Kleber neu eingesprochene ZDF-Werbespruch stößt im Sender nicht nur auf Zustimmung. So geben vereinzelt Kollegen zu bedenken, ob "Mit dem Zweiten sieht man Béla Réthy" das Programm nicht doch zu sehr in eine Richtung dränge: "Und was ist mit Poschmann?"