Bundesregierung legt nach: Problemgewicht für alle!
Diese soll sich an Normalgewichtige richten. Nachdem die Kampagne "Leben hat Gewicht - gemeinsam gegen den Schlankheitswahn" vor allem von dickeren Bürgern euphorisch begrüßt wurde und die Aktion "Deutschland IN FORM" dünnere bis dünnste Deutsche begeisterte, wuchs der Unmut unter Normalgewichtigen. "Wir werden von der Politik allein gelassen!", klagte etwa horst34 in einem einschlägigen Internetforum. Drei zu dünne Psychologen bestätigten jetzt: "Gerade der Normalgewichtige steht unter enormem Doppeldruck. Jederzeit kann er zu dick oder zu dünn werden."
Schlimm auch: Das Umfeld eines Normalgewichtigen diskutiere oft sogar in seinem Beisein, ob er wieder mal "dünner" oder "dicker" geworden sei. Nicht wenige zerbrächen an dieser permanenten Doppelgefahr. Die neue Kampagne "Top oder Flop" soll "Mut zur Entscheidung" vermitteln. Eine beherzte Wahl, egal ob jetzt für "zu dünn" oder "zu dick", helfe, Druck abzubauen. Zudem könnten dann, so das recht propere Bundesgesundheitsministerium, von den beiden ersten Kampagnen noch mehr Bürger als bisher profitieren.