Die tun was! Bayern gelingt Verkürzung der Nazizeit
Dies hat jetzt das Umfeld des bayerischen Kultusministers Siegfried Schneider verlauten lassen, nachdem gewisse Kürzungen im Oberstufen-Lehrplan bei verständnislosen Kreisen auf Unverständnis gestoßen waren.
Auch in sieben Stunden, so heißt es jetzt, lasse sich die Nazizeit in konzisen Schwerpunkten aufarbeiten: "Brauchtumspflege unterm Hakenkreuz" etwa, "Hitler in Berlin - Vom Verfall einer Idee", oder auch "Jodelabende in Stalingrad".
Speziell für Münchner Schüler, so das ministerielle Umfeld weiter, sei sogar ein optimierter Ausflugs-Lehrplan entwickelt worden: Statt der "aufwendigen und ermüdenden" Tour zur KZ-Gedenkstätte Dachau werde derzeit ein "NS-Besichtigungsprogramm München-Karlsfeld" entwickelt: Die Anfahrt sei spürbar kürzer, und die Besichtigungspunkte "MAN - Von wo der starke Panther rollte" und "Kiessee Karlsfeld - Kind der Vierzigerjahre" würden die fragliche Epoche mit all ihren Facetten erlebbar machen. Auch damals im Übrigen, so das Umfeld, habe es schon Bemühungen gegeben, den Weg zum Abitur "im Sinne des Gemeinwohls" zu straffen.