Glücksspiel & Staatsfinanzen: Lotto zu attraktiv - DER SPIEGEL
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Glücksspiel & Staatsfinanzen Lotto zu attraktiv

Forscher vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln haben herausgefunden, dass der Staat bei der Lotterie "6 aus 49" vorwiegend arme Leute abzockt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Studie zufolge spielen vorwiegend diejenigen Menschen Lotto, die weniger gebildet, dafür aber älter sind sowie tendenziell den unteren Mittelschichten oder ethnischen Minderheiten angehören. Die staatliche Lottoförderung dagegen kommt vorrangig denjenigen zugute, die über mehr Bildung und Einkommen verfügen.

Um diese Ungerechtigkeit zu beseitigen oder zu mildern, schlagen die Forscher vor, den Jackpot zu senken, um so "den Spielanreiz beim Lotto zu verringern".

Glücksspielgegner kritisieren diesen Ansatz als "halbherzig". Um die Attraktivität des Lottospielens massiv zu senken, regen sie an:

- Umstieg auf weniger Zahlen, zum Beispiel "3 aus 3", um Spannung abzubauen,

- Gewinngarantie für alle Spieler, und zwar mindestens aber auch maximal in Höhe des Einsatzes,

- Verzicht auf die Bekanntgabe der Glückszahlen oder, falls sich das nicht durchsetzen lasse,

- den Einsatz von FDP-Generalsekretär Dirk Niebel als Lottofee.