SPAM-Leserreporter unterwegs: Sensationelle Obama-Sichtungen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

SPAM-Leserreporter unterwegs Sensationelle Obama-Sichtungen

Der umtriebige Präsidentschaftsbewerber Obama tritt in Berlin so omnipräsent in Erscheinung, dass die Medienprofis gar nicht hinterherkommen. Nur gut, dass aufmerksame Berliner die Augen offen halten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Richtiger Ort...

Hinter dem großen Fenster oben hat unser Leser Dirk Sch. Barack Obama für Sekundenbruchteile gesehen. Leider lagen der Moment, als Herr Sch. den amerikanischen Präsidentschaftsbewerber entdeckte und der Augenblick, als er auf den Auslöser drückte, zeitlich auseinander. Auch in der - hier aus gutem Grund gar nicht vorhandenen - Großansicht ist Obama deshalb bedauerlicherweise nicht auszumachen.

Tatsächlich!

Herr D. aus Moabit dagegen hat den womöglich nächsten US-Präsidenten mit eigenen Augen gesehen! Als Beleg hat Herr. D. freundlicherweise zusätzlich zu seiner Schilderung ("mit eigenen Augen gesehen!") das nebenstehende Beweisfoto eingesandt. Herzlichen Dank!

Ehrlich!

Die Angaben unseres Lesers Dieter K., er habe Obama "in Reinickendorf vor einer Wand mit schräger Schrift" fotografiert, stießen in der Redaktion zunächst auf Skepsis. Da Herr K. aber sein Ehrenwort gab und zudem nachwies, selbst in Reinickendorf wohnhaft zu sein, konnten die Vorbehalte ausgeräumt werden.

Fragwürdig

Nicht restlos überzeugen konnte die Argumentation von Herrn Manfred T., der behauptete, Obama (Bildmitte) in Tegel gesichtet und fotografiert zu haben. Nach Meinung der Redaktion ist es eher unwahrscheinlich, dass sich der Präsidentschaftsbewerber in die Asservatenkammer der Zollbehörde begeben haben soll.

Sehr aufmerksam!

Überaus glaubwürdig ist hingegen der Bericht von Frau Gerlinde L. aus Tempelhof. Sie hatte den hohen Gast "im ZDF entdeckt" (Bildschirmfoto), auch dafür herzlichen Dank!

Erst sicher sein, dann melden!

Falschsichtungen, das möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich erwähnen, können unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen. Nähere Auskünfte dazu erteilt die JVA Heiligensee. Die Redaktion möchte bei dieser Gelegenheit auf das "SPAM"-Gefangenenabo aufmerksam machen.