Üben, üben, üben! Bulgarien verfehlt Korruptionsnorm
Grund dafür ist die Unzufriedenheit der EU-Kommission mit der Entwicklung der Korruption in dem Schwarzmeerstaat: So habe man dort im letzten Jahr lediglich ein paar Hundert Millionen Euro veruntreut derart "lächerlich geringe Summen" seien "Europas nicht würdig".
Bulgarien müsse jetzt dringend größere Anstrengungen unternehmen, um in dieser Disziplin auf EU-Niveau zu kommen. Falls das Land in den nächsten Jahren nicht mindestens neun- bis zehnstellige Euro-Beträge in kriminelle Machenschaften investiere, müsse womöglich auch über einen Ausschluss aus der europäischen Staatengemeinschaft nachgedacht werden.
Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi kritisierte diese Entscheidung und forderte, neuen EU-Mitgliedern wie Bulgarien Zeit zur Akklimatisierung zu geben. "Wir alle haben einmal klein angefangen, sogar ich", erklärte er vor Journalisten in Neapel. Anschließend lud er bulgarische Regierungsvertreter zur Nachhilfe nach Italien ein "natürlich nicht ohne Gegenleistung", wie er schmunzelnd hinzufügte.