Erschütternd: Cyber-Menschen für medizinische Versuche missbraucht!
Dies stößt aber nicht überall auf Gegenliebe. In einem offenen Brief erklärten jetzt führende europäische Computerethiker, auch virtuelle Menschen hätten ein Anrecht auf körperliche Unversehrtheit. Dies sei bisher nur unzureichend beachtet worden, weshalb bei den Versuchen regelmäßig Probanden zu Schaden kämen.
Zwar handele es sich in den meisten Fällen um vergleichsweise harmlose Nebenwirkungen wie zum Beispiel Klickstörungen oder leichte Registerschmerzen, doch gäbe es bedenklich oft auch ernsthafte Probleme wie Pixellähmungen, Gigahertzbeschwerden oder chronische RAM-Verschlüsse. In mindestens zwei Fällen soll es sogar zu einem irreversiblen Totalabsturz gekommen sein, was die Pharmaverbände allerdings bestreiten.
Große Hoffnungen auf eine Besserung der Lage scheinen sich die Unterzeichner des Briefs übrigens nicht zu machen: Zwar enthält er einen Aufruf an die EU, die Versuche per Gesetz zu regulieren, endet aber mit der schon fast resignierenden Feststellung: "Software hat leider keine Lobby."