Kritisch und prinzipienfest Clement bleibt konsequent
Ist es die Macht der Gewohnheit? Die Angst vor neuen Bindungen? Oder die Gewissheit, dass er seiner Partei von innen wirkungsvoller schaden kann? Welche Motive er auch haben mag - Clement will sich auf jeden Fall seine kritische Haltung bewahren. Vor allem gegenüber dem eigenen Umfeld.
Hände weg!
Der frühere Superminister, jetzt Aufsichtsratsmitglied des Verlags DuMont Schauberg, warnt alle Interessenten eindringlich: "Zeitungen aus unserem Verlag? Eine Lachnummer! Auf keinen Fall lesen! Und um Himmels Willen nicht kaufen!"
Das kann jeder! Und zwar besser!
Seit Clement auch Mitglied des Aufsichtsrats der Landau Media AG (Medienbeobachtung, PR-Beratung) ist, macht er aus seiner Meinung über die Landau Media AG kein Hehl: "Medien von uns beobachten lassen? Da sieht doch jeder Fischverkäufer beim Einwickeln mehr!"
Mal ehrlich...
Kritisch, aber nicht pauschal ist das Urteil Clements über die Dussmann-Gruppe (Gebäudereinigung, Catering, Sicherheitsdienste, Seniorenbetreuung usw.): "Als Mitglied des Aufsichtsrats weiß ich, wovon ich rede. Erstens: Betreuen lassen würde ich mich von uns nicht. Zweitens: Putzfrau hab' ich. Drittens: Ich esse zu Hause. Viertens: Aufpassen ist Sache meines Chauffeurs. Also: Wozu soll dieser Verein gut sein?"
Emotionslos
Wirtschaftliche Entscheidungen trifft Clement, der auch im Aufsichtsrat der RWE-Kraftwerkstochter RWE Power AG (Essen) sitzt, rein rational: "Natürlich kauf ich Strom bei der Konkurrenz. Das aber lediglich aus wirtschaftlichen Gründen."
Überraschend positiv!
Günstig beurteilt Clement dagegen das Zeitarbeitsunternehmen Deutscher Industrie Service (DIS), bei dem er im Aufsichtsrat (Personalausschuss) tätig ist: "Zeitarbeit hat zwar kein gutes Image, das täuscht aber zuweilen: Mein Job ist unbefristet."