US-Streitkräfte & Hirnforschung: Gedanken lesen - DER SPIEGEL
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US-Streitkräfte & Hirnforschung Gedanken lesen

Vier Millionen Dollar zahlt das US-Heer Wissenschaftlern der Universitäten Kaliforniens und Marylands, die daran arbeiten, Gedanken im menschlichen Hirn zu entziffern.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nach offiziellen Angaben soll diese Methode, wenn sie denn erfolgreich praktiziert werden könnte, dazu dienen "die Gedanken von Soldaten mit schweren Kopfverletzungen" zu entschlüsseln ("Yes, Sir!", "Licht aus!", "Gott sei Dank nichts Schlimmes!").

Bis es soweit ist, haben die Forscher mit diversen Problemen zu kämpfen. Es gibt zerstreute Versuchspersonen, die sich ständig verdenken, Probanden, bei denen keine Aktivitäten messbar sind, Testdenker mit ausschließlich schmutzigen Gedanken oder solche, die bewusst die Unwahrheit denken.

Das größte Risiko für die anhaltende finanzielle Förderung durchs US-Heer bedeutet aber der Umstand, dass nach Auskunft eines leitenden Mitglieds der Forschergruppe gegen den Willen der untersuchten Person nichts entziffert werden könne: "Wir müssten sie also fragen, bloß - diese Technik kennen die Militärs schon."