Bizarr ist gar kein Ausdruck Abgefahrene Urmenschen entdeckt!
Vorgefunden wurde die zirka dreißigköpfige, mit roten Fingerfarben exotisch bemalte Gruppe nach einem kleineren Grubenbeben zwischen Unna und Bergkamen, als die Furcht das Häuflein Urmenschen, die sich selbst "Yenoss'N" nennen, aus stillgelegten Stollen ans Tageslicht trieb. "Brüder, zur Sonne, zur Freiheit" singend, so Augenzeugen, seien die Steinzeitmenschen im Zentrum von Unna aufgetaucht und hätten vor den Errungenschaften der Zivilisation - Eisdielen, Fernsehkameras, Lebensversicherungen - große Furcht gezeigt.
Um sie behutsam ans dritte Jahrtausend heranzuführen, seien die "Yenoss'N" zunächst in wärmende DGB-Streiktüten eingepackt und dann an unbekannten Ort verbracht worden. Versuche der Kontaktaufnahme bringen noch wenig Licht ins bizarre Dunkel: Erste rasch angereiste Anthropologen teilen mit, gemäß einem Ursprungsmythos der "Yenoss'N" seien diese aus einer großen Volksbewegung oder aus einer Art "Partei" hervorgegangen und hätten sich nach dem Verlust ihres legendären Anführers "Münn'T" vor der zunehmend als fremd empfundenen Welt in die Dunkelheit der Gruben zurückgezogen. Die Rückkehr des "Münn'T", so versichern viele, stehe allerdings kurz bevor, andere hingegen rechnen ganz fest mit einem gewissen "Wi'Li".