Die Berliner CDU informiert Wir machen weiter!
Behauptungen der Medien, mit Friedbert Pflüger habe die CDU "ihr letztes Talent abgesägt", werden scharf zurückgewiesen. Als Antwort auf die "gezielte Herabwürdigung" präsentiert die Partei unter dem Motto "Hoffnungsträger" personelle Alternativen.
Der Neue
Frank Henkel (CDU) ist neuer Chef der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Für seine Seriosität spricht, dass er bereits mit Anfang 30 in den Ältestenrat des Berliner Parlaments gewählt wurde. Im Abgeordnetenhaus arbeitet Henkel im Raum 344.
Alter Fuchs
Klaus-Rüdiger Landowsky hat der Partei lange und relativ treu gedient. Der erfolgreiche Banker und Jurist hatte enge Kontakte zur Finanzwelt (Berlin Hyp), zur Immobilienbranche (Aubis) und zur Justiz (Berliner Landgericht). Landowsky ist auf freiem Fuß, steht somit für Aufgaben und Ämter zur Verfügung.
Multifunktionär
Ingo Schmitt besuchte die Waldoberschule in Berlin-Charlottenburg. Dort legte er auch sein Abitur ab. In der Partei hatte und hat Schmitt schon diverse Ämter inne, könnte aber auch andere übernehmen. Schmitt wurde im Sternbild Löwe geboren.
Comeback?
Eberhard Diepgen hat das Gesicht der Berliner CDU nachhaltig geprägt, die Berliner CDU das seine. Ob Diepgen, der schon seit vielen Jahren keine Spenden mehr entgegennimmt, sogar wieder anwaltlich tätig werden musste, erneut eine herausgehobene Rolle in der Politik übernimmt, ist offen. "Möglicherweise, wenn Klaus-Rüdiger mitzieht", sagt der leidenschaftliche Scheitelträger sowie Ehrenvorsitzende der Berliner CDU und gibt seiner Partei damit neue Hoffnung.
Geschickter Verkäufer
Frank Steffel, von seinen Freunden achtungsvoll "Kennedy von der Spree" genannt, arbeitet nicht etwa, wie häufig unterstellt, als Teppichhändler, sondern als Diplomteppichhändler. Steffel hat studiert. Am Treffen der Berliner CDU-Kreisvorsitzenden, die den beruflichen Werdegang Friedhelm Pflügers besprachen, nahm Steffel teil. Er ist CDU-Kreisvorsitzender in Reinickendorf. Das Treffen fand in einem Hotel in Spandau statt.
Bis bald?
Friedbert Pflüger vertritt die Hauptstadt-CDU zwar nicht mehr an vorderster Front, steht ihr aber noch zur Verfügung: Pflüger will sein Abgeordnetenmandat auch künftig wahrnehmen. Somit kann die Partei weiterhin seine rhetorische Kunstfertigkeit nutzen.
Gelernt hatte Pflüger sein Handwerk als Redenschreiber des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. So soll die berühmte Passage aus einer Weizsäcker-Rede ("Meine Damen und Herren, verehrte Anwesende!") tatsächlich von Pflüger stammen! Der aber wehrt bescheiden ab: "Nein, nicht alles, wir waren ja ein Team, aber Teile davon schon..."