Müll schon runtergebracht? Finanzkrise trifft auch Deutsche hart
Dort hat ja bislang nur der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain seine Aktivitäten (Wahlkampf) eingestellt, um sich der Finanzkrise zu widmen. In Deutschland dagegen, genauer gesagt in Sereetz-Bad Schwartau (Schleswig-Holstein), hielten Lehrer einer gymnasialen Oberstufe bereits gestern früh erste Entschuldigungen in den Händen, auf denen zu lesen war: "Kann bis auf weiteres nicht am Unterricht teilnehmen. Muss mich um Finanzkrise kümmern."
Zunächst sah man darin die Tat einiger verwirrter McCain-Anhänger. Doch als im Laufe des Tages immer mehr Meldungen aus anderen Bundesländern, aus Betrieben und Behörden, ja sogar aus dem Ausland und auch aus China eintrafen, konnte keiner mehr an dem globalen Phänomen vorbeisehen: Eine steigende Anzahl von Menschen weltweit setzt derzeit alle üblichen Tätigkeiten aus (Putzen, Arbeiten, Müll runterbringen), um sich - nach dem Vorbild McCains - ausschließlich ihren Finanzkrisen zu widmen.
"John McCain", so erklärt Klaus T. aus Bayern, "hat mit seinem beherzten Entschluss die finanziell Geschüttelten der Welt aufgerüttelt. Wir alle wünschen ihm, dass er seinen sicherlich brutalen Spendenrückgang in Folge der US-Finanzkrise bald in den Griff bekommt."