Wirtschaftsweise zufrieden mit Wirtschaftslage
Die fünf oder sieben oder jedenfalls mehreren Wirtschaftsweisen zeigen sich erstmals zufrieden mit der gegenwärtig katastrophalen Wirtschaftslage in der Bundesrepublik.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Diese sei "eine runde Sache" und "aufregende Entwicklung" und als solche "eine willkommene Abwechslung". Der Beruf des Wirtschaftsweisen zeichne sich durch lange und hartnäckige Phasen großer Langeweile aus, man sei daher "dankbar für ein bisschen Remmidemmi", man könne schließlich "nicht den ganzen Tag über Ballerspiele spielen" oder "mit nostalgischem Seufzen in alten Bildbänden über die herrliche Weltwirtschaftskrise 1929 blättern". Für die nächste Zeit sagten die Wirtschaftsweisen daher - "nicht ganz uneigennützig, aber wer ist das schon?" - ein Anhalten der Krisenstimmung voraus, und zwar zunächst so lange, bis auch dies wieder langweilig werde.