Prosa: Beim Betrachten eines Bankhauses - DER SPIEGEL
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Prosa Beim Betrachten eines Bankhauses

Beim Betrachten eines Bankhauses ist zu beachten, dass Öffnungszeiten und Höhe des Gebäudes sich zwar ähneln, aber je nach Besitzherkunft variieren können.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Variationsbreite ist dabei enorm. Auch kann sich die Besitzherkunft unvorhergesehen, oft schnell, und am nächsten Tag schon wieder, ändern. Allen Bankhäusern gleich ist insweilen die Nettigkeit des Bankbesitzers. Der Bankbesitzer hat es oft nicht leicht, ihm gehört alles, an ihm hängt auch alles. Er muss die Öffnungszeiten auswürfeln. Die Höhe des Gebäudes wird zum Glück beim Bau schon festgelegt. Nach oben hin besteht zwar nachträglicher Spielraum, ob dieser aber auch in realiter ausgeschöpft wird oder werden kann, muss sich erst noch zeigen. Dazu sind ja vielfältige Absprachen, hin und her, nötig. Hier hat auch Vater Staat ausnahmsweise ein Wörtchen mitzureden. Bankhäuser, die nicht mehr gebraucht werden, können einfach abgerissen und durch einen Eisladen, eine Suppenküche oder einen lyrischen Springbrunnen ersetzt werden. Der Bankbesitzer zieht sich dann höflich in die Fremde zurück. Man hört nie wieder von ihm.