USA Ex-Präsident wohin?
Dessen Entsorgung dürfte sich zumindest schwierig gestalten. Eine Verklappung weit draußen im Atlantik (wie weiland bei Jimmy Carter) ist, der Umwelt sei's gedankt, schon lange nicht mehr opportun. Auch eine kontrollierte (Nixon) oder unkontrollierte (Gerald Ford) Sprengung wäre heute nicht mehr denkbar, ebenso wenig wie die Freigabe für medizinische Experimente (Reagan) bzw. Vermietung als Tanzbär (Clinton). Am Ende der Ära George W. H. Bush entschied man sich für eine "weiche" Lösung: Man ließ das Gehäuse aufbohren, entfernte störanfällige Schaltkreise und schließlich auch eine der Mittelinitialen - und bot den abgespeckten Präsidenten einfach noch einmal an. Der Versuch gelang, doch aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben: 16 Jahre später stellt sich das Problem der Entsorgung nun um so dringlicher. Die Ankündigung des amtierenden Präsidenten, er werde sich nach Ablauf seiner Amtszeit ganz einfach in heiße Luft auflösen, ist da kaum mehr als ein schwacher Trost.