Piep piep piep: EU erprobt neue Wege demokratischer Willensbildung
Freunde der EU sollen sich am 7. Juni einen ruhigen Platz in einer Außenbewirtschaftung ihrer Wahl suchen, um von dort aus eine schöne Stunde lang die beobachteten Wahlplakate zu zählen und sich an der kostenlosen "Open-Air-Ausstellung" der EU-Politik zu erfreuen.
Von jeder Wahlplakatart (= Partei) soll die Anzahl der gleichzeitig beobachteten Plakate notiert und das Ergebnis der EU gemeldet werden. Dies kann entweder online, telefonisch oder per Post erfolgen. Die EU will die gesammelten Daten zentral erfassen und möglichst zeitnah auswerten, um Aussagen über die Entwicklung der EU-Politikerbestände (auf Plakaten) in den einzelnen Regionen und deren Artenvielfalt machen zu können.
Ach ja, und: Falls, wie vielfach befürchtet, die Beteiligung an den EU-Wahlen am 7. Juni tatsächlich unter fünf Prozent sinkt, könnten die Ergebnisse der Aktion "Stunde der Wahlplakate" die Wahlergebnisse einfach ersetzen, erklärten EU-Insider.