Schweinegrippe nicht genug? Noch mehr Ungemach!
Zufall oder Epidemie?
Bei alarmierend parallel auftretenden Fällen in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt wurden zwei Jugendliche mit Verdacht auf Blinddarmreizung in Krankenhäuser gebracht. Während es sich bei dem Fall in Süddeutschland höchstwahrscheinlich um eine Überreaktion der Eltern des eingelieferten Jungen handelt - das Ärzteteam vermutet eine zeitweilige Überforderung des Magen-Darm-Trakts durch Komafressen -, steht bei einer 15-jährigen Magdeburgerin noch keine abschließende Diagnose fest. Symptome sind erkennbar - Andeutungen von Mattigkeit, erhöhte Temperatur, Appetitlosigkeit -, falls es sich tatsächlich um eine Blinddarmreizung handelt, nimmt die Krankheit aber einen sehr leichten Verlauf. Für eine Entwarnung ist es nach Ansicht der Ärzte noch zu früh, die Patientin wird nach Aussage eines Staatssekretärs aus dem Gesundheitsministerium "weiterhin beobachtet".
Neuer Gefahrenherd?
Bei einem Teenager aus Berlin wurde bei einer Impfung zufällig eine Hautrötung am Unterarm festgestellt. Die Erklärung der Patientin, sie habe bei der Entfernung eines Tattoos "zu doll jeschrubbt", soll jetzt durch eine Reihe medizinischer Tests abgeklärt werden. Es wurde vorsorglich Quarantäne angeordnet.
Mysteriös!
Hausärzte verschiedener Regionen Deutschlands beobachten ein rätselhaftes Massenphänomen: Obwohl äußere Anzeichen vieler Patienten (Antriebsschwäche, nächtlicher Harndrang, Bluthochdruck, Erkältung, Einschlafschwierigkeiten) zunächst auf unterschiedliche Krankheitsbilder schließen lassen, kommt es beim Arztbesuch zu beunruhigenden zeitlichen Übereinstimmungen (morgens, vormittags, montags).
Ob ein epidemischer Verlauf oder Zusammenhang besteht, wird intensiv geprüft. Bis Klarheit besteht, sollten sich Mediziner durch entsprechende Kleidung (weiß) schützen. Gesundheitsexperten raten zu größter Vorsicht, warnen aber vehement vor Panik.