Kommentar: Der Mond ist nicht genug - DER SPIEGEL
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Kommentar Der Mond ist nicht genug

Lange genug ist gewartet worden! 40 Jahre ist es jetzt her, dass wir als Menschheit erstmals den staubigen, steinigen Boden des Mondes unter den Füßen spürten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Seither haben wir uns begnügt, die Erde wieder und wieder und wieder - und dann erneut - zu umrunden. Der Mond aber wartet auf uns!

Kritiker gibt es ja immer: Was man denn dort solle, fragen die Frechsten unter ihnen. Und ignorieren, dass auf den Anflug auch die triumphale Rückkehr folgt. Hinfliegen um zurückzufliegen! Eine nachgerade buddhistische Weisheit, die sich unmittelbar erschließt. Nur wer einmal anderswo gewesen ist, weiß, wie gut das Spiegelei zu Hause schmeckt (Ja, Mutter, ich komme gleich!).

Zudem: Hat uns die Finanzkrise nicht klargemacht, wie wenig eigentlich Geld bedeutet? Daher: Ehe es sich verflüchtigt, sollte alles verfügbare Geld in ein neues Mondlandungsprogramm gesteckt werden. Nicht zuletzt dient die Mission doch einem höheren Zweck: eines Tages zum Mars zu fliegen! Age, quod agis! Mmh, duftet das lecker.

Jens-Karl Bochtler vom ARD-Arbeitskreis "Kommentatorenkoordination"