Datenschutz: "Alles in den besten Händen" - DER SPIEGEL
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Datenschutz "Alles in den besten Händen"

Sollen US-Behörden Zugriff auf Bankdaten von EU-Bürgern bekommen? Ein Entwurf der Justiz- und Innenminister der EU, der genau diese Praxis legalisieren wird, steht kurz vor seiner Annahme.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Datenschützer warnen: Namen, Adressen, Bankverbindungen und Informationen über den Zahlungsverkehr gingen dann massenhaft nach Übersee. Doch EU-Minister und US-Behörden wiegeln ab - der Schutz der Daten und der sensible Umgang mit ihnen habe oberste Priorität. Strenge Grundsätze sollen gelten:

- Kontonummern werden in aufsteigender Reihe geordnet.

- Wahlweise alphabetisch nach dem Namen der Kontoinhaber.

- Werden innerhalb der US-Behörden Daten kopiert, müssen stets zwei Kollegen vor Ort sein (Vier-Augen-Prinzip).

- Bei Ebay dürfen die Behörden nur solche Daten einstellen, die auf "ein potenzielles Käuferinteresse stoßen könnten".

- Werden Unterlagen weitergereicht, verbleibt stets das Original in der Finanzbehörde.

- Wenigstens aber eine fachmännisch erstellte Kopie.

- Tauchen Daten zu Personen auf, die bereits registriert wurden, sind die neuen Daten im schon vorhandenen Ordner abzulegen.