Nach Verfassungsurteil: Hartz IV wird kinderfreundlich - DER SPIEGEL
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Nach Verfassungsurteil Hartz IV wird kinderfreundlich

Das Bundesverfassungsgericht hat Recht gesprochen: Die Hartz-IV-Sätze für Kinder (zu niedrig) und Verfassungsrichter (viel zu niedrig) sind bislang falsch berechnet worden. Da hilft wohl nur eins: Noch mal neu rechnen!
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Und genau das will die Regierung nun so schnell wie möglich tun, damit sie anschließend in Ruhe weiterregieren kann. Experten gehen von sechs Einzelposten aus, die es dabei zusammenzuaddieren gilt. Im Einzelnen handelt es sich dabei - pro Kind und Monat - um:

- 300 Euro Schulgeld (für Markenklamotten)

- 100 Euro Bildung (Gameboy, iPod)

- 80 Euro Freizeit (Hasch, Koks)

- 50 Euro Ernährung (Flatrate-Trinken)

- 200 Euro Aufklärung (Kinderpornografie)

- 50 Euro Fitness (Nicorette-Kaugummi zum Rauchenabgewöhnen)

Eine erste Hochrechnung der Gesamtsumme soll bereits in einem Vierteljahr vorliegen, bereits jetzt zeichnet sich aber ab, dass der Endbetrag deutlich höher als bisher ausfallen wird. Und noch eine Neuregelung wird viele Kinder freuen: Nebeneinnahmen, z. B. aus Schweigegeldzahlungen katholischer Priester, sind künftig nicht mehr meldepflichtig.