Antichrist widerspricht Mixa - DER SPIEGEL
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Antichrist widerspricht Mixa

Mit Empörung hat der Leibhaftige auf die Interviewäußerungen des Bischofs von Augsburg, Bischof Mixa, reagiert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mixa, so Satan, wisse doch ganz genau, dass er, nämlich der Versucher, und niemand anderes es sei, der hinter den jüngst publik gewordenen Missbrauchsanfällen katholischer Geistlicher stecke. Er mache, tobte Luzifer weiter, diesen Job nun schon eine kleine Ewigkeit, und habe einiges erlebt, aber dass man seine Leistungen in so eklatanter Weise nicht nur totschweige, sondern geradezu verleugne, sei ein Skandal und so bislang noch nicht dagewesen.

Mixa solle sich nur mal klar machen, wo er heute wäre, wenn es ihn, den Beelzebub, nicht gäbe. Wahrscheinlich, lästerte Leviathan, wäre Mixa dann Taxifahrer geworden oder käme als schwitziger Hausmeister so eben über die Runden. Schließlich beruhe der Erfolg von Mixas Firma nicht zuletzt auf der jahrhundertelangen guten Zuarbeit durch ihn, den Mephistopheles. Einhellig begrüßte der Höllenfürst dagegen die Strategie der Kirchenoberen, gefallene Klerikale vor irdischem Recht und Gesetz in Schutz zu nehmen, denn, so der Teufel mit einem diabolischen Lachen, für die korrekte Bestrafung sei ja immer noch er zuständig.