Kommentar Daumen hoch ätt Zuckerberg!
"Als ich damals in meinem Wohnheim in Harvard mit Facebook anfing, war es für die meisten Leute unvorstellbar, überhaupt irgend etwas über sich ins Netz zu stellen", erklärte er kürzlich. Genau! Auch ich erinnere mich noch gut an die finsteren Jahre vor Facebook. Auf den meisten persönlichen Webseiten und Blogs stand damals ja noch "Kein Kommentar" oder "Wir geben nix raus!". Eine deprimierende Zeit. Denn, klappte man das Internet zu, um mal jemanden zu treffen, kam es nicht besser. Da selbst das lokale Wetter damals als hoch privat galt, erfuhr man von anderen allenfalls: Umpff! oder Grmm! oder Hrrh!
Wie anders ist das alles heute. Dank Herrn Zuckerberg! In seinem geschützten Raum "Facebook" lernten wir langsam, uns zu öffnen: "Erika schwitzt" - "Jens-Karl gefällt das". Wenn man heute jemanden trifft, hält er gleich den Daumen hoch. Schon lange brauchen wir dafür keinen geschützten Raum mehr. "Die Leute sind offener geworden", sagt auch Zuckerberg. Und deshalb: Schluss mit der Privatsphäre in Facebook! Einmal mehr hat Herr Zuckerberg die längst überfälligen Zeichen der Zeit erkannt! Gut gemacht!
Erika Bochtler, Mutter von Jens-Karl Bochtler vom ARD-Arbeitskreis "Kommentatorenkoordination"