Neue Kaufkraft-Einheit: Minuten pro Bier - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Neue Kaufkraft-Einheit Minuten pro Bier

Das unermüdlich forschende Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat wieder etwas herausgefunden: Drei Minuten arbeiten die Deutschen - durchschnittlich - für ein Bier.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die relativ gut bezahlten Wirtschaftsforscher - drei Bier pro Minute - wollen jetzt Auswirkungen und Hintergründe des Durchschnittswertes erkunden. Dabei geht es vor allem um den Zusammenhang von Einkommen und Trinkkultur. "Wenn das Durchschnittsbier schon nach drei Minuten verdient ist, das vorschriftsmäßige Zapfen aber sieben Minuten dauert - was macht man dann mit dem überschüssigen Geld? Beziehungsweise mit den vier Minuten?" Natürlich könnten zweikommanochwas Zapfer parallel am Durchschnittsverdiener arbeiten. Doch diese Lösung würde einzelne Probanden nach Meinung der Experten überfordern. Langwierige Testreihen hätten das bestätigt. Und wenn man gar die Einkommenssituation der Kölner Forscher heranziehe, aber hallo! Das arbeitgebernahe Institut empfiehlt daher - natürlich nur im Durchschnitt - eine Orientierung an der ostdeutschen Einkommensstruktur: "Sieben Minuten pro Bier, dann hat man auch keinen Ärger mit dem Komma."