Schicksalsschlag: Knut verrückt? - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Schicksalsschlag Knut verrückt?

Die Tierschutzorganisation PETA kommt in ihrem aktuellen Eisbären-Report zu dem traurigen Schluss, dass Eisbär Knut verrückt geworden sei.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Noch dazu sei Knut leider viel verrückter als all die anderen verrückten Zoo-Eisbären, bei ihm seien die "Symptome mit Abstand am heftigsten". Der bedauernswerte Knut kopiere "menschliche Züge", leide "unter heftigen Ticks". So stecke der frühere Jungtierstar "200- bis 300-mal täglich die Zunge raus". Er "schlage oft brutal" (gegen die Scheibe seines Geheges) und renne "ständig wie ein Irrer hin und her".

Erste Reaktionen auf den PETA-Report sind widersprüchlich. So gibt sich Bärenkurator Heiner Klös unbeeindruckt und behauptet: "Lächerlich. Knut geht es bestens." Die meisten Kommentare sind jedoch von Bestürzung und tiefem Mitgefühl geprägt. Zuspruch kommt vor allem aus den Reihen der bayerischen Bischofskonferenz. Die wünscht Knut "gute Genesung" und gibt sich vorsichtig optimistisch: "Sein Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik war ein wichtiger erster Schritt."