Blütenverseuchte Landschaften: Überall Falschgeld! - DER SPIEGEL
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Blütenverseuchte Landschaften Überall Falschgeld!

In Deutschland tauchen immer mehr Blüten auf! Immer skrupelloser, immer wahlloser gehen die Geldfälscher dabei vor. Aber lesen Sie selbst...
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Tücke!

Sind früher ausschließlich Geldscheine gefälscht worden, die heute sowieso nicht mehr gelten ("D-Mark"), so geht man heute sogar auf echte Zahlungsmittel los.

Gauner!

Heutige Blüten werden vornehmlich von verbrecherischen, unüberschaubaren Organisationen gedruckt. Echte Geldscheine hingegen stammen von zuverlässigen europäischen Regierungen (Griechenland, Italien, Uckermark usw.).

Experten!

Fieberhaft arbeiten Experten an der Materialfrage. Ganz klar problematisch: Papier! Viel zu leicht lässt sich gefälschtes Papier überall besorgen oder in Umlauf bringen. Wer soll bei dieser Hitze den Unterschied zu einem Euro-Schein bemerken? Finanzminister Schäuble hat bereits angeregt, zukünftige Banknoten von Langzeitarbeitslosen stricken zu lassen.

Polizei!

Immer öfter werden im öffentlichen Raum spontane Geldkontrollen durchgeführt ("Haste mal fünfzig Euro?"), und nie kann man sicher sein: Sind hier verdeckte Ermittler am Werk - oder gewissenlose Geld-Fälscher? Experten raten auf jeden Fall dazu, keinen Widerstand zu leisten (oder wenn, dann richtig dolle).

Regierung!

Von Regierungsseite gibt man sich entschlossen, dem drängenden Blütenproblem mit einem Wachstumsprogramm zu begegnen: "Solange niemand mehr zuverlässig sagen kann, ob das da in Ihrer Tasche wirklich Geld ist, liebe Bürgerinnen und Bürger, sollten Sie es lieber so rasch als möglich in Umlauf bringen."

Zukunft...

Um Echtgeldbesitzern keinen ungerechten Vorteil gegenüber Blütenbesitzern einzuräumen, dringt Kanzlerin Merkel darauf, auch die bislang "echten" Scheine zu Blüten erklären zu lassen. "Das Geld der Zukunft", so Kanzlerin Merkel, "kommt sowieso per SMS."