Schönes Deutschland: Unsere Adonisriege - DER SPIEGEL
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Schönes Deutschland Unsere Adonisriege

Attraktive Frauen, so beweist eine amerikanische Studie zweifelsfrei, haben es bei der Jobsuche schwer. Ausnahmen sind lediglich Berufe wie Vorstandsgattin, Model oder Fußballerfrau. Männern dagegen hilft gutes Aussehen. Behauptet die Studie, doch stimmt das wirklich?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Testen wir das Ergebnis an einem handverlesenen Kreis ausgesuchter Deutscher. Und schon wird klar - die Studie sagt die Wahrheit! Beweis: Lange hatte man nach Ursachen gesucht, warum es ausgerechnet die folgenden Herren bis in höchste Ämter schafften. Unter Berücksichtigung weiterer Kriterien und Vorzüge wird jetzt klar: Sie waren die Schönsten!

Der Glanzvolle

Stolzer Blick, souveräne Gestik und eine vor Selbstsicherheit strotzende Mimik, die jedem Gegner den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Kein Wunder, dass die Pharmaindustrie vor diesem Mann zittert!

Der Liebreizende

Einzigartige, an griechische Skulpturen erinnernde Konturen sind nicht nur eine Wonne für den Betrachter, sondern liefern zugleich die komplette Charakteristik ihres Trägers: Dieser Mann schaut mit Adleraugen stets aufs Wesentliche, auf den Kern, belastet sich nicht mit Details. Was er einmal als richtig erkannt, das setzt er durch. Was er dagegen für einen Irrweg hält, wie die vom Verkehrsminister favorisierte Pkw-Maut, das schmettert Peter Ramsauer gnadenlos ab.

Der Strahlende

Woher rührt diese unglaubliche, alle Nebenfiguren verblassen lassende Strahlkraft? Von innen! Nur ein Kopf, bei dem sich sowohl Physiognomie als auch die darunter liegenden Bereiche auf eine einzige Funktion konzentrieren und beschränken, vermag dieses Strahlen hervorzubringen. Schönheit in ihrer wohl reinsten Form.

Der Faszinierende

Rainer Brüderle selbst würde sein Äußeres wohl am ehesten und gern mit Begriffen aus uralten Traditionen der Getränkeherstellung umschreiben (Wein, besser, älter... - nutzen Sie diese Begriffe und formulieren Sie selbst). Doch die Bescheidenheit, ja fast Verlegenheit, mit der er gern - eine der - Problemzonen verdeckt, ist fehl am Platz. Spricht doch aus jedem grauen, jedem weißen Haar und jedem Altersfleck, wenn schon nicht Erfahrung und profunde Lebensweisheit, so doch, und genau ist das Faszinierende, allein und ausschließlich das Alter.

Der Bildschöne

Guttenberg galt von Anfang an unter den ebenfalls sehr schönen Kollegen als der womöglich Allerschönste. Das ständige Bemühen des Verteidigungsministers, durch absurde Maskeraden von seiner Schönheit abzulenken, um andere Stärken in den Vordergrund treten zu lassen, verfehlte sein Ziel. Dennoch, das herausragende Aussehen blieb, auch unter widrigen Umständen ist die Eignung fürs Amt mithin unübersehbar.

Der Großartige

Ein geradezu exemplarisches Beispiel der Übereinstimmung von Erscheinung und Wesen. Das Gütige, Liebenswerte, Milde, Vermittelnde, das aus jeder seiner Taten und jedem seiner Worte spricht, findet seinen adäquaten Ausdruck in all den Falten, Äderchen und sonstigen Zutaten. Perfekt!

Der (verdammt) Attraktive

Wenn es in den Reihen der männlichen Minister überhaupt noch möglich sein sollte, auf diesem extremen Niveau graduelle Schönheitsvorteile ausmachen zu können, so wäre Norbert Röttgen einer der Topfavoriten. So ist es wohl kein Zufall, dass er bei den Wahlen zum "Mister Düsseldorf" antritt und ohne Zweifel auch dort allerbeste Chancen hat.

Der Vollkommene

Mund, Nase, Augen, Brauen, Ohren, Haare - alles dran. So kann auch deren etwas willkürlich anmutende Anordnung nicht darüber hinwegtäuschen, dass schon diese wenigen Zutaten vollkommen ausreichen, um daraus ein Gesicht zusammenzubauen. Vollkommen! Der logische Schluss "Vollkommenheit" lag für die Jury bei der Ministerauswahl daher offenkundig nahe.

Der Formvollendete

Obwohl von Amts wegen "nur" Staatssekretär, hätte Peter Hintze hinsichtlichlich der Kriterien Attraktivität und gutes Aussehen durchaus das Zeug zum Minister. Doch auch sein Wirken als Staatssekretär unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Weltraumfahrt und vor allem des Mondes erscheinen schon auf den ersten Blick als äußerst glückliche Fügung.

Der Makellose

Die markanten Züge, die fein ziselierte Nase, das kraftvolle Kinn laden Ästheten ein, schwelgerisch bei diesem Anblick zu verweilen. Gleichzeitig künden sie von der Energie und Durchsetzungskraft ihres Inhabers. Ob nun ein Ministerium abzuschaffen oder eben dort als Minister zu wirken, dieser Mann, so verrät ein Blick auf sein Antlitz, vermag das eine so spielend wie das andere.