Neiddebatte Was für Knochenjobs!
Genauso, bloß zehnmal schlimmer, muss er aussehen: Der Arbeitsplatz von VW-Chef Winterkorn - grauenhaft!
Foto: Tepco/ dpaEine recht großzügige Regel zur Begrenzung des Unterschieds hat Ex-Lufthansa-Chef Weber formuliert: "Auch ein Spitzenmann sollte niemals mehr als das Hundertfache des durchschnittlichen Gehalts der Mitarbeiter bekommen." Gemessen am Durchschnittsverdienst von 30.000 Euro im Jahr 2010 blieben Manager demzufolge bei drei Millionen hängen. Das ist natürlich unrealistisch.
Doch eine Vergleichszahl verweist auf eine andere, wenig beachtete Dimension: Die Firma TEPCO, Betreiber des AKW Fukushima 1, bietet Arbeitern pro Schicht am Reaktor umgerechnet etwa 3.500 Euro. Deutschlands Spitzenverdiener, Volkswagen-Chef Martin Winterkorn, müsste für seine 9,3 Millionen Euro demnach 2.657 Schichten am Reaktor ackern, grob geschätzt und ohne Urlaub also zehn Jahre lang. Man mag sich wirklich nicht vorstellen, was dieser Mann, der das in einem einzigen Jahr einsackt, für eine Drecksarbeit zu machen hat.