Verschwundene BND-Baupläne: Alles halb so schlimm! - DER SPIEGEL
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Verschwundene BND-Baupläne Alles halb so schlimm!

Das Verschwinden geheimer Pläne für die neue BND-Zentrale in Berlin hat zu einer erregten Debatte geführt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Jetzt noch sicherer! Das Schild "Neubau der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes" darf ab sofort nicht mehr fotografiert werden

Jetzt noch sicherer! Das Schild "Neubau der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes" darf ab sofort nicht mehr fotografiert werden

Foto: TOBIAS SCHWARZ/ REUTERS

Doch die insbesondere aus Kreisen der Opposition geäußerten Vorwürfe ("grobe Schlamperei", "Zweifel an der Professionalität des Dienstes") schießen übers Ziel hinaus. Auch das Nachtreten aus der Regierungskoalition, es sei "hochgradig peinlich, dass ausgerechnet einem Geheimdienst geheime Unterlagen gestohlen werden", ist wenig konstruktiv.

Natürlich, die hochsensiblen Angaben zu Notausgängen, Schleusen, Alarmanlagen und Anti-Terror-Einrichtungen könnten von Unbekannten missbräuchlich verwendet werden. Dennoch sollten die zuständigen Stellen gerade jetzt kühlen Kopf bewahren. Da kann es hilfreich sein, sich einige der vielen positiven Aspekte des Vorgangs vor Augen zu führen. So kann der BND durchaus etliche Erfolge verbuchen:

- Die Pläne für die Kantine sind nicht betroffen,

- der Geheimcode für den Eingang Chausseestraße (2871) kann einfach geändert werden (z. B. in 2872),

- die Unterlagen sind schon ein Jahr weg, bis jetzt ist aber noch gar nichts Schlimmes passiert,

- irgendwann wären die geheimen Daten sowieso rausgekommen,

- BND-Chef Ernst Uhrlau ist nicht gestohlen worden.