Verschwundene BND-Baupläne Alles halb so schlimm!
Jetzt noch sicherer! Das Schild "Neubau der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes" darf ab sofort nicht mehr fotografiert werden
Foto: TOBIAS SCHWARZ/ REUTERSDoch die insbesondere aus Kreisen der Opposition geäußerten Vorwürfe ("grobe Schlamperei", "Zweifel an der Professionalität des Dienstes") schießen übers Ziel hinaus. Auch das Nachtreten aus der Regierungskoalition, es sei "hochgradig peinlich, dass ausgerechnet einem Geheimdienst geheime Unterlagen gestohlen werden", ist wenig konstruktiv.
Natürlich, die hochsensiblen Angaben zu Notausgängen, Schleusen, Alarmanlagen und Anti-Terror-Einrichtungen könnten von Unbekannten missbräuchlich verwendet werden. Dennoch sollten die zuständigen Stellen gerade jetzt kühlen Kopf bewahren. Da kann es hilfreich sein, sich einige der vielen positiven Aspekte des Vorgangs vor Augen zu führen. So kann der BND durchaus etliche Erfolge verbuchen:
- Die Pläne für die Kantine sind nicht betroffen,
- der Geheimcode für den Eingang Chausseestraße (2871) kann einfach geändert werden (z. B. in 2872),
- die Unterlagen sind schon ein Jahr weg, bis jetzt ist aber noch gar nichts Schlimmes passiert,
- irgendwann wären die geheimen Daten sowieso rausgekommen,
- BND-Chef Ernst Uhrlau ist nicht gestohlen worden.