Zielgruppengenau: "Spanner aufgepasst!" - DER SPIEGEL
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Zielgruppengenau "Spanner aufgepasst!"

Mit dieser einladenden Aufforderung versucht BILD, die Leser-Blatt-Bindung zu stärken.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
BILD-Chef Diekmann: "Ich weiß, was meine Leser wollen, denn das will ich auch"

BILD-Chef Diekmann: "Ich weiß, was meine Leser wollen, denn das will ich auch"

Foto: Steffen Kugler/ Getty Images

Mit weiteren Handlungsanleitungen wie "Spannen erlaubt!", "...Sie dürfen zugucken!" und " Welcher Mann würde da nicht gern mal Mäuschen spielen..." wird der Leser behutsam an die, ähm, Hand genommen. Und dann die verlockende Verheißung: "Doch leider gibt es keine schönen Frauen, die sich freiwillig unter der Höhesonne begucken lassen. Oder doch? Oh ja!" Und siehe da, es gibt sie. Das verdient Anerkennung, denn natürlich gebietet es die journalistische Pflicht, dass BILD die Bedürfnisse der Leserschaft befriedigt. Dennoch bleibt kritisch nachzufragen: Warum werden die Ergebnisse investigativer Arbeit nicht prominenter präsentiert? Hätte die Titeltauglichkeit des Themas den Blattmachern nicht ins Auge fallen müssen? So wird bei der Auswertung der Chefredakteur wohl wieder einmal anmerken müssen: Wenn man nicht alles selber macht…