CIA-Gefangenenverschickung: Warum nach Libyen? - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

CIA-Gefangenenverschickung Warum nach Libyen?

Die Geheimdienste CIA, MI6 und auch der Bundesnachrichtendienst haben eng mit dem ihnen inzwischen so verhassten Gaddafi-Regime kooperiert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Verstörendes Zusammentreffen: Ex-Präsident Bush, Aufschrift "Central Intelligence Agency"

Verstörendes Zusammentreffen: Ex-Präsident Bush, Aufschrift "Central Intelligence Agency"

Foto: epa Dennis Brack/ dpa

So hat der deutsche Geheimdienst Informationen über Terrorverdächtige erhalten, die Briten lieferten Informationen über Regimegegner und die Amerikaner schickten Gefangene zur, wie es blätterübergreifend heißt, "Befragung" nach Libyen. Die Gründe dafür bleiben der investigativen Presse, deren Kräfte durch das Aufarbeiten und Aufspüren von Glückwuschschreiben gebunden sind, verborgen. Dabei liegen mögliche Ursachen auf der Hand:

- Das schöne, sonnige Wetter hebt die Laune der Gefangenen und macht sie redseliger.

- Die Dienste wollten von den Bonusmeilen profitieren.

- Die eigenen Interviewer waren ausgebucht.

- Der Landeanflug ist dort wesentlich malerischer als in Riad.

- Die Libyer sind besonders gut im Fragen.

Inzwischen haben die Gemeindienste die Zusammenarbeit mit Gaddafi eingestellt und kooperieren mit den Rebellen.