Triumvirat des Schreckens: Was treibt das Böse heute? - DER SPIEGEL
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Triumvirat des Schreckens Was treibt das Böse heute?

Berlusconi, Russen, Chinesen: Man sollte die drei nie aus den Augen lassen! Tun wir auch nicht. Damit niemand sagen kann, er hätte es nicht rechtzeitig gewusst!
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlusconi

Angeschlagener Medienzar: Billionen von Runzeln

Angeschlagener Medienzar: Billionen von Runzeln

Foto: GEORGES GOBET/ AFP

Der illustre Ministerpräsident Berlusconi (von Griechenland, Italien oder einem ähnlichen Staat) soll bis morgen zwei Billionen Euro einsparen. Sonst setzt es was von der EU. Jetzt sagen manche: Ja um Gottes willen! Wie soll das denn gehen? Das ist doch gar nicht zu schaffen! Unsinn: Das ist zu schaffen. Er muss ja nicht alles auf einmal sparen. Besser sind kleinere Häppchen. Also etwa so: Heute von 16 bis 18 Uhr gibt er statt 20 Millionen Euro einfach nur 10 Millionen aus, von 18 bis 20 Uhr statt 33,2 Billionen Euro nur 32,2 Billionen (das merkt er kaum) und von 20 bis 20.15 Uhr spart er dann einfach den Rest zusammen. Alles kein Hexenwerk.

Russen

Vollkommen ahnunglos: ausspionierte Wetterfront

Vollkommen ahnunglos: ausspionierte Wetterfront

Foto: Stefan Sauer/ dpa

Bei dem angeblich bereits emeritierten russischen Spionagepärchen handelt es sich um ein gefürchtetes Wetterspionduo. Mit Hilfe eines verglasten Mauerdurchbruchs (im Spionkauderwelsch Fenster genannt) spähten die beiden jahrelang hinaus in unsere gute bundesrepublikanische Luft. Ganz typisch für russische Wetterspione ist, dass sie immer zu zweit auftreten. So kann der eine Wetterspion gucken und melden, während der andere schläft oder fernguckt (vorzugsweise die Wetternachrichten). Gut, dass die beiden jetzt dingfest gemacht wurden. Der Hohn und Spott aus Russland zeigt nur umso mehr, wie verschreckt man dort über die Festnahme ist.

Chinesen

Wie die Fliegen: chinesische Investoren

Wie die Fliegen: chinesische Investoren

Foto: Armin Weigel/ dpa

Genial! Endlich hat Kanzlerin Merkel genauere Details zum Projekt "Rettungsschirm mit Hebel" herausgegeben. Das Alternativkonzept "Rettungsschirm mit Reißleine" ist damit endgültig vom Tisch. Deswegen soll es hier um den auch gar nicht gehen, sondern nur um den mit dem Billionen-Hebel. Wie jetzt rauskam, funktioniert dieser wie eine handelsübliche Chinesenfalle: Der Hebel, begleitet von einem Hilferuf der EU Richtung China, soll chinesische Investoren wie die Fliegen anlocken. Die schmeißen all ihr vieles Geld in den geöffneten Schirm rein. Dann zieht die EU am Hebel, der Schirm klappt zu und presst das Chinesengeld auf 20 Prozent des ursprünglichen Volumens zusammen. Da werden die Chinesen aber gucken!