Der Wissenschafts-Mix: Enttäuschend, mordlüstern, verheerend - DER SPIEGEL
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Der Wissenschafts-Mix Enttäuschend, mordlüstern, verheerend

Nicht immer sind die Erkenntnisse der Wissenschaft leicht zu verdauen. Besonders hart trifft es diese Woche den japanischen Wasserspezialisten Tepco, alle, die zwischen dem 25. und 31 Dezember geboren sind, sowie sämtliche Griechen und Nicht-Griechen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Enttäuschend: Radioaktives Wasser

Typisch japanisch: Pfützenanlage aus Beton

Typisch japanisch: Pfützenanlage aus Beton

Foto: Tepco/ dpa

Das radioaktive Pfützenwasser, welches der japanische Staatssekretär Sonoda am Montag getrunken hat, gab der Wissenschaft zunächst große Rätsel auf. Wieso war es derart sauber? Kristallklar sah es auf den Trinkfotos aus, welche um die Welt jagten. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, wurden in den vergangenen Stunden mehr als zwei Billionen japanischer Pfützen untersucht. Das enttäuschende Ergebnis: Japanisches Pfützenwasser sieht immer so aus, da die Japaner prinzipiell alle ihre Pfützen gleich nach der Entstehung ausbetonieren. Für den angeschlagenen Konzern Tepco ein harter Rückschlag: Der hatte geplant, radioaktives Pulver als Wasserfiltermittel zu vertreiben.

Mordlüstern: Spätdezember-Geborene

Ein Leben lang benachteiligt: Zwischen den Jahren geborene Kröte Agathe

Ein Leben lang benachteiligt: Zwischen den Jahren geborene Kröte Agathe

Foto: Holger Hollemann/ dpa

Einer britischen Studie zufolge sind jüngere Kinder weniger weit entwickelt als ältere Kinder. Das ist insofern überraschend, als man hierzulande davon ausgeht, dass das alljährliche Weihnachtswunder die Entwicklungsunterschiede aller in einem Jahr geborenen Kinder schlagartig aufhebt, sodass sie später ohne Schwierigkeiten in eine Schulklasse gehen können. Und eben keinesfalls - wie die britischen Forscher monieren - gegenüber den angeblich älteren Kinder benachteiligt sind. Als Sorgenkinder gelten hingegen die zwischen den Jahren Geborenen. Ihr Rückstand gegenüber ihren Altersgenossen zeige sich schon sehr früh. So schaffe es kaum ein Dezembergeborener, bereits im Januar laufen zu können.

Verheerend: Papandreou-Virus

Besonders gefährlich: Das Greifwerkzeug des Virus

Besonders gefährlich: Das Greifwerkzeug des Virus

Foto: Benoit Doppagne/ dpa

Andere Wissenschaftler wiederum verfolgen mit großer Sorge eine mögliche Ausbreitung des Papandreou-Virus. Noch ist - Gott sei gepriesen - nur der Namensgeber selbst davon befallen. Es könnten aber durchaus noch mehr EU-Staatschefs alsbald Volksabstimmungen über den EU-Rettungsschirm ankündigen - mit natürlich noch viel verheerenderen Folgen als die derzeitigen Verheerungen. Je nach Inkubationszeit des Virus könnte sich die Abstimmerei dann über Jahre, Jahrzehnte, ja Jahrhunderte hinziehen, warnen die Wissenschaftler. Selbst die Gefahr einer weltweiten Abstimmungspandemie sei durchaus real, letztendlich könne das Virus sogar auf Kühe und Pferde übergreifen und dann sei wirklich alles möglich. Ein Impfstoff sei leider nicht in Sicht. Na bravo!