Puha!: Bahn-Gewalt geht zurück - DER SPIEGEL
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Puha! Bahn-Gewalt geht zurück

Die Gewalt in Zügen und an deutschen Bahnhöfen wird weniger. Diese Mitteilung hat jetzt die "Deutsche Bahn" gemacht. Die Gründe für die erfreuliche Entwicklung, so die Bahn weiter, sollen dabei vielschichtig sein.
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Gewalt-Logistik

Foto: Z1015 Bernd Settnik/ dpa

Ganz bewusst habe man in den letzten Jahren auf ein System der "Pünktlichkeits-Entzerrung" gesetzt. Die Lokführer seien gehalten, so oft wie möglich in überraschenden Momenten einzutreffen, "am besten dann, wenn keiner mehr damit rechnet". Potentielle Gewalttäter seien dadurch meist "viel zu überrumpelt, um ihre Gewaltpläne noch in die Tat umsetzen zu können." Zudem habe man begonnen, Züge mit möglichen Tätern an Bord "später einlaufen zu lassen", während Züge mit potentiellen Opfern "verfrüht abfahren". So werde eine Begegnung zwischen den beiden verfeindeten Gruppen fast unmöglich gemacht.

Gewalt-Training

Foto: A3794 Peter Steffen/ dpa

Auch die Gewalt innerhalb von Zügen sei deutlich gesenkt worden. Durch langjährige Erziehungsmaßnahmen etwa seien Touristen dazu übergegangen, die Schaffner nicht mehr mit Fragen auf Ausländisch zu belästigen ("Sprach-Gewalt"). Auch sei die Zahl der Vergiftungsopfer an Bord um 14 Prozent zurückgegangen: "Es spricht sich eben unter den Überlebenden herum", so ein Bahnsprecher, "was einen in unseren Kaffebechern erwartet."

Gewalt-Philosophie

Foto: dapd

Gewalt-Kommunikation

Foto: Markus Scholz/ dpa

Das Vorhandensein von Gewalt gegen Schafe und Kühe auf ICE-Gleisen wird auf der Grundlage neuerer Untersuchungen generell angezweifelt: "Da die meisten Tiere gar nicht so schnell merken, was ihnen geschieht, greift auch der Gewaltbegriff nicht." Immer mehr Aufmerksamkeit schenkt die Bahn auch den Klagen von Bahnreisenden, sie fühlten sich durch Lautsprecherdurchsagen in mangelhaftem Englisch seelisch massiv beeinträchtigt: "Diese Durchsagen werden sukzessive durch lautes Rauschen, Pieps- und Knackgeräusche ersetzt, so ähnlich wie am Meer".

Gewalt-Verlagerung

Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb

Handytelefonierer, Bierdosen und Bundeswehrangehörige sollen demnächst in eigens angefertigte, mit Vollgummi ausgelegte Spezialwaggons ausgelagert werden, die von einer Konzern-Ausgründung - der "Bad Bahn" - betrieben werden.

Gewalt-Geographie

Foto: Britta Pedersen/ dpa

Durch gezielte Rechentricks taucht die Berliner S-Bahn in der Bahnstatistik gar nicht mehr auf. Orte, deren bloßes Vorhandensein Aggressionen schürt ("Wolfsburg"), werden nur noch im Notfall angefahren.