AB-Serientäter Wulff Rubikon-Affäre weitet sich aus!
Erstaunen, blankes
Nein! Immer mehr Bundesbürger trauen sich jetzt endlich zu sagen: "Ja, auch bei uns hat Wulff auf Band gesprochen!" Herr und Frau Dinkelsbrühl aus Herne kamen gerade vom Weihnachtseinkauf zurück, als ihr AB unvermutet zu blinken begann. "Aus Respekt vor dem höchsten Amt im Staate haben wir den AB sofort abgehört", erklärte Frau Dinkelsbrühl. "Es war tatsächlich der Wulff. Nie wieder sollten wir die Bildzeitung kaufen, sonst bräche er sofort alle diplomatischen Beziehungen zu uns ab!"
Unglaube
Rüdiger M. aus Hof dachte zuerst: "Das gibt's doch nicht! Aber dann erkannte ich, das gab's eben doch!" Auch auf seinem AB war der Bundespräsident zu hören: "Ich sage es Ihnen noch ein letztes Mal: Meine Weihnachtsansprache im Fernsehen genügt vollkommen, Ihren Informationsbedarf im Dezember zu stillen. Jeder weitere Medienkonsum Ihrerseits löst eine Staatskrise aus!"
Enttäuschung
Das Ehepaar Rudolf aus Öpelingen-West verschanzte sich wochenlang in der Wohnung, um den Anruf von Wulff persönlich entgegenzunehmen. "Es kann doch nicht sein, dass der Bundespräsident bei seinen Bundesbürgern auf Band sprechen muss!", erklärt Frau Rudolf. Leider habe jedoch außer Tante Martha immer nur so ein Depp angerufen, "der kommentarlos auflegte, sobald wir rangingen!"
Mordio, Zeter
Heinz Ketschopp aus Rothenburg erzählt: "Im Hintergrund war plötzlich eine Art Gezeter zu hören, und eine schrille Stimme schrie, dass das Mittagessen nun bald verschimmeln würde, wenn er nicht endlich... Mit einem wütenden Knurrlaut und den Worten 'Wir sprechen uns noch' endete die Ansage."
Furcht
Auch Bundesbürger und SPD-Parteivorsitzender Sigmar Gabriel fand eine Nachricht von Wulff auf seinem AB: Er, Wulff, werde bald alle anstehenden Fragen wahrheitsgemäß beantworten, habe es darauf geheißen. "Für ranghohe Niedersachsen wie mich klingt das natürlich fast wie eine Morddrohung!"
Piiiiiiieep!
Bei Helga M. aus Rüttelsheim musste Wulff elf Einzelansagen hinterlassen. "Meine Ansagezeit war einfach zu kurz bemessen, das tut mir sehr leid", sagt Helga M. jetzt, wo es bereits zu spät ist. Denn die zehnmalige Unterbrechung habe den Bundespräsidenten immer mehr vom Thema abgebracht. Zuletzt habe er verzweifelt damit gedroht, künftig auch alle seine Ansprachen von Pfeiftönen unterbrechen zu lassen. Dann würden alle mal sehen, was sie an ihm gehabt hätten! So Wulff. Seitdem hat man erst mal nichts mehr von ihm gehört.