Dramatisch, bewegend, eiskalt: Sie nennen es Wintersport - DER SPIEGEL
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Dramatisch, bewegend, eiskalt Sie nennen es Wintersport

Immer wieder bekommen 'wir von SPAM' die Frage gestellt: Was ist eigentlich dieser "Wintersport", von dem sie im Fernsehen immer erzählen? 'Wir von SPAM' haben die wichtigsten Fakten zusammengestellt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Skispringen

Entgegen einem weitverbreiteten Mythos is Skispringen keine Einzeldisziplin. Allerdings fällt der Sportler in der unteren Position meist schon nach den ersten Metern ab.

Entgegen einem weitverbreiteten Mythos is Skispringen keine Einzeldisziplin. Allerdings fällt der Sportler in der unteren Position meist schon nach den ersten Metern ab.

Foto: dapd

Der wohl wichtigste Wintersport ist das Skispringen: In einer komplizierten Bewertung werden dabei die Lautstärke der Bremsgeräusche und die Schnelligkeit beim Hochreißen der Skier von einer Jury bewertet, die darauf dann den Alkoholgehalt ihres Glühweins als Endnote herausgibt. Die Zuschauer im Tal drunten lieben das Spektakel, zumal vor der Bremsung und dem Skihochreißen auch noch ein interessanter Sprung erfolgt, den man live auf einer Großbildleinwand verfolgen kann.

Skilanglauf

Dank einer temperaturbedingten chemischen Gehirnreaktion glauben alle Langläufer fest daran, dass sie gleich ihren Vordermann überholen werden.

Dank einer temperaturbedingten chemischen Gehirnreaktion glauben alle Langläufer fest daran, dass sie gleich ihren Vordermann überholen werden.

Foto: dapd

Ebenfalls beliebt bei Völkern, die oberhalb der Schneegrenze leben oder ihr Hirn verlustfrei auf minus acht Grad herunterkühlen können, ist die Sportart "Skilanglauf". Gemeinsam versuchen die Skiläufer hierbei, eine bis zu fünf Kilometer lange Doppelrinne im Schneebelag herzustellen. Die Farbe ihrer bunten Ganzkörperanzüge gibt dabei die Laufreihenfolge vor, welche vom Vatikanischen Konzil des Jahres 1428 für alle Zeiten festgelegt worden ist. Erst seit dem Konzil des Jahres 1970 ist es erlaubt, Schusswaffen zur Abwehr böser Waldgeister mitzuführen.

Slalom-Skifahren

Trotz murrendem Publikum wird der berühmte Vorläufer des Slalom-Skifahrens noch heute gerne praktiziert.

Trotz murrendem Publikum wird der berühmte Vorläufer des Slalom-Skifahrens noch heute gerne praktiziert.

Foto: dapd

Das Slalom-Skifahren, bekannt auch als "Rhythmische Schneegymnastik", ist bei den Olympischen Winterspielen von Chamonix im Jahre 1964 spontan entstanden, nachdem die angereisten Athleten es leid waren, die unbeliebte Disziplin "Skigymnastik" immer nur vor gelangweiltem oder gewaltbereitem Publikum darzubieten. Es wird bis heute zu Deeskalationszwecken eingesetzt, digitale Anzeigen informieren jederzeit millimetergenau über die gefahrene Strecke: Wer die kürzeste findet, ist Sieger und braucht nächstes Mal nicht mehr mitzumachen.

Eisstockschießen

Die typischen Natur-Boulekugeln vom Südpol werden mitunter auch als "etwas haarig" beschrieben.

Die typischen Natur-Boulekugeln vom Südpol werden mitunter auch als "etwas haarig" beschrieben.

Foto: Norwegian Polar Institute/ dpa

Das Eisstockschießen ("Curling") hat eine lange historische Tradition: Schon in den Jahren 1688 bis 1692 vertrieben sich die im Eis eingeschlossenen Mitglieder der ersten französischen Südpolexpedition ihre Zeit mit einer Art Boule mit gefundenen Steinen: "Es erschien uns", so Pierre de C.-V., der einzige Überlebende, "als eine wirklich interessante Art des Zeitvertreibs, so wie Pinguinbeobachten oder Unterschenkelauftauen."

Nordische Kombination

Wie bei vielen modernen Sportarten werden auch in der nordischen Kombination die verwendeten Sportgeräte immer aufwendiger.

Wie bei vielen modernen Sportarten werden auch in der nordischen Kombination die verwendeten Sportgeräte immer aufwendiger.

Foto: Sven Hoppe/ dpa

Die Nordische Kombination vereinigt einige der beliebtesten Wintersportarten wie etwa Eis-Tauziehen, Schnee-Ball oder Ski-Schang-Schong. Die Nordische Kombination bildet den Höhepunkt und Abschluss jeder Wintersportveranstaltung, nach deren Abschluss dann die Zuschauer traditionell wieder losgekettet werden.