Lebenshilfe Abergläubisch? Nicht mit uns!
Und gerade keine Pillen gegen Paraskavedekatriaphobie (krankhafte Angst vor Freitag, dem 13.) im Haus? Am besten, man bleibt im Bett. Obwohl, dafür ist es zu spät. Sie sitzen nun ja schon am Rechner. Also, Plan B. Folgendes:
Offensiv
Sollte Ihnen die Ampelschaltung suspekt erscheinen - es ist Freitag, der 13.
Foto: dapd
Hören Sie auf, sich als Opfer eines ungünstigen Schicksals zu fühlen. Werden Sie vom Objekt zum Subjekt der Geschichte. Fahren Sie (Opel Corsa) gleich zur Arbeit. Dicht hinter Ihnen drängelt ein dicker Daimler, grüne Ampel...
Entschlossen
Typischer Auffahrunfall, Blechschaden
Foto: dapd...und Sie gehen voll auf die Klötze. Ganz bewusst. Die anschließende Fahrzeugkompression werden Sie nicht als Unglück empfinden, sondern als Ihre eigene emanzipatorische Tat. Kein Auweia, sondern ein Triumph des Willens. Kleine Einschränkung: Wer einen Rückspiegel zerbricht, hat sieben Jahre lang kein Glück.
Hilfsbereit
Ist kein Hufeisen zur Hand, können Sie sich auch mit einem Hasen behelfen (bitte nur eine Pfote verwenden)
Foto: Patrick Pleul/ dpa
Anschließend befreien Sie den Unfallgegner. Aus seinem Wagen. Und vom Aberglauben. Sie geben zu Protokoll: "Das war nicht das Datum, sondern ich. Mit Absicht." Als Entschädigung nageln Sie ihm ein Hufeisen an die Kühlerhaube. Wendet Unheil ab.
Umsichtig
Der jahrelange Einsatz als Glücksbringer geht an den Tieren nicht spurlos vorüber
Foto: Jim Incledon/ dpaBei der Weiterfahrt entdecken Sie am linken Straßenrand eine schwarze Katze. Zwei Möglichkeiten: Entweder sie bemalen das Tier mit gelben Streifen, bevor es vor Ihnen von links nach rechts über die Straße laufen kann. Oder sie rasen weiter und wenden. Wenn Sie die schwarze Katze dabei nicht überfahren haben, kommt sie jetzt von rechts nach links. Glück bringt's.
Vorausschauend
Vom missbräuchlichen Einsatz menschlicher Glücksbringer ist abzusehen
Foto: dapdSollte die doofe Katze sitzen bleiben, bitten Sie einen Schornsteinfeger (Notdienst), sie vor Ihnen über die Straße zu tragen. Zur Sicherheit sollten Sie den schwarzen Mann berühren, nach Möglichkeit aber nicht mit der Stoßstange.
Pfiffig
Die Ratlosigkeit ist Ihrem Chef (Abb. ähnl.) ins Gesicht geschrieben, geschieht ihm ganz recht!
Foto: A3602 Frank Rumpenhorst/ dpa
Der Unfallgegner war ihr Chef. Auf Arbeit angekommen, tricksen Sie ihn sofort ein zweites Mal aus: Sie kündigen, bevor er es tun kann. So bleibt dieser schwierige Tag für Sie ohne böse Überraschung.