Abgeordnete beobachten? Wen denn sonst!
Verfassungsschutz intern: Die sieben Beamten, die auf Abgeordnete der Linken angesetzt wurden, sollen heftig darüber gestritten haben, wer wen beobachten darf bzw. muss.
Foto: dapdUnd? Was soll die Empörung darüber? Hatte der Geheimdienst nicht gerade ein großes Problem, weil sich Zielpersonen in schwer zugänglichem Gebiet (Zwickau) versteckten? Heimlichtuerei ist das größte Hindernis nachrichtendienstlicher Tätigkeit. Da kann man Menschen schon mal für Jahre aus den Augen verlieren. Und hinterher steht die Behörde dumm da und muss sich Vorwürfe anhören.
Parlamentarier dagegen lassen sich viel besser beobachten. Sie verhalten sich standorttreu und treffen sich regelmäßig in einem großen, alten Haus. Die Sitzungstermine werden vorab veröffentlicht, so dass sogar der Verfassungsschutz immer auf dem Laufenden ist. Und der Clou: Das Gebäude wurde extra mit einer Glaskuppel nachgerüstet, damit die Schutz- und Sicherheitsorgane von oben hineingucken können.