Das anspruchsvolle Kurzporträt (9) Heute: A. Schlecker
Insolvent, obwohl an allen Läden und Mitarbeitern gespart wurde: A. Schlecker
Foto: [M] dapd/ SchleckerVor kurzem soll der pathologische Schwabe noch an die zwei Milliarden Euro schwer gewesen sein. Aber nun ist irgendwie alles futsch und weg. Niemand weiß, wo das schöne Geld abgeblieben ist. Jedenfalls ist es für A. Schlecker nicht mehr "For you. Vor Ort".
Wahrscheinlich hat er selbst sein Vermögen bei irgendeiner Rationalisierungsmaßnahme weggespart (versehentlich). Deshalb ist nun der Konkursverwalter im Haus. Und dieser Mitarbeiter erhielt von A. Schlecker bis jetzt überraschenderweise nur eine einzige Abmahnung, und zwar, weil er während der Schleckerabwicklungsarbeitszeit die Toilette besuchte, wodurch A. Schleckers Privatinsolvenzgeschäft zwischenzeitlich unbeaufsichtigt blieb und jemand von den Schuldenbeständen hätte heimlich etwas wegnehmen können.
Damit sind die Fronten geklärt: Wenn der Mann sich jetzt während der Arbeitszeit noch bei einem Privattelefonat erwischen lässt, fliegt er raus und darf sich einen neuen Pleitier suchen. Da kann die Konkursverwaltergewerkschaft sich Kopf stellen!