Klamme Leser aufgepasst! Putin-Fan als Nebenjob
Aber: Der russische Wahlkampf bietet noch eine Reihe anderer Verdienstmöglichkeiten, recherchiert und zusammengestellt von SPAM.
Für Ausgefuchste: Exposé "Vereitelter Mordanschlag"
In russischen Zeitungen wird momentan intensiv diskutiert, ob Putin als junger Mann wirklich in Drachenblut gebadet - oder doch eher nur geduscht hat.
Foto: Andy Buchanan/ AFPFür den Entwurf eines gemeinen und fiesen Mordanschlags auf Putin inklusive dessen Verhinderung sollen unseren Informationen zufolge bis zu 100 oder sogar 200 Euro gezahlt werden. Wer eine ganze Mordserie entwirft (Achtung: Anschlagziel muss immer Putin sein), kann mit bis zu 500 Euro rechnen. Wer die Täter gleich mitliefert, bekommt noch eine nicht näher bezifferte Sonderprovision.
Nur für Männer: Nacktfotos
Zum Vergleich hier ein Repräsentant einer westlichen, demokratisch gewählten Regierung, der lieber ungenannt bleiben möchte.
Foto: SHENG LI/ REUTERSWer kräftig, aber wenig trainiert ist (dick), kann Geld mit einem Foto seines möglichst schlaffen Oberkörpers machen. Putin plane, so hieß es, noch vor Sonntag eine Fotoausstellung zum nackten männlichen Oberkörper zu eröffnen - oben ohne, wie man munkelt.
Nur für Frauen: Liebesbriefe
Auch auf seiner offiziellen Autogrammkarte präsentiert sich Putin als der "Große Vaterländische Frauenfreund".
Foto: Vadim Ghirda/ APNoch zwei weitere Tage sammelt der Kreml Liebesbriefe von Frauen aus aller Welt, welche sich nach Putin verzehren. Je intensiver und glaubwürdiger der Liebesschmerz der Frauen dargestellt ist und je besser sie auf den beigelegten Fotos aussehen, umso höher natürlich das Honorar. Die besten Briefe sollen am kommenden Freitag im russischen Fernsehen verlesen werden.
Für Dompteure: Tiger gesucht
Bei Putin unterm Sofa
Foto: HANDOUT/ REUTERSWer einen dressierten Tiger kennt oder gar selbst besitzt, der beim Anblick von Putin in großer Angst unter ein bereitgestelltes Sofa flüchtet, darf sich glücklich schätzen. Wenn er es schafft, ihn noch in dieser Woche nach Russland zu liefern, kann er mit bis zu 1000 Euro rechnen (je nachdem wie furchterregend der Tiger aussieht).
Für alle Doggenbesitzer: Lass den Hund los
In Russland ist das Wahlrecht für Hunde ab 50 cm Schulterhöhe bereits in Vorbereitung.
Foto: A2800 epa Fitzmaurice HO/ dpaGesucht werden Geschichten von deutschen Doggen, die sich beim Spaziergang mit dem Herrchen plötzlich losreißen, weder auf die Pfiffe und Rufe des Herrchen hören noch sich von Würstchen und Steaks anlocken lassen, sondern unbeirrt Richtung Russland jagen und nicht eher ruhen, bis sie Putin die Hand abgeschleckert haben. Wichtig dabei ist: Wegen der Dokumentation bitte immer hinterherjagen! (Gibt ca. 800 Euro pro Hund.)
Für alle: Wunderbare Heilungsberichte
"Ich war bereits tot", schwört dieser rüstige Georgier, "bevor Putin kam und mir seinen Lebenshauch einblies!"
Foto: DENIS SINYAKOV/ ReutersAlle die sich erinnern, dass Sie vielleicht einmal kein Ohr mehr hatten und dass dieses Ohr, als sie Putin im Fernsehen gesehen haben, plötzlich auf wundersame Weise nachwuchs, sollten schnell einen packenden Bericht dazu anfertigen. Natürlich gehen nicht nur Ohren. Auch Putinsche Schnupfenfernheilungen oder Haarwuchsbeschleunigungen sind gefragt (10 bis 50 Euro, je nach Krankheit).
Für alle Dresdener: Ich wurde von Putin gerettet
Im einem Dresdener Museum ist derzeit das sog. "Elbkrokodil" zu bewundern, welches Putin im Jahr 1986 per Handkantenschlag erlegt haben soll.
Foto: Matthias Hiekel/ dpaBekanntlich lebte Putin von 1985 bis 1990 in Dresden. Wer in dieser Zeit ebenfalls in Dresden lebte, dort in eine Notlage geriet (etwa: Einbruch in einen maroden Gullideckel. Oder: versehentlicher Sturz von der Elbbrücke), von Putin aber gerettet wurde, kann mit einem entsprechenden Bericht rund 60 Euro verdienen. Alternativ gibt es auch zwei Jahre Erdgas zum Sondertarif!