ARD reagiert!: Jetzt kommt die Smart-Show - DER SPIEGEL
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ARD reagiert! Jetzt kommt die Smart-Show

Die ARD reagiert auf den aufsehenerregenden Auftritt eines sogenannten Smartphones in der letzten Jauch-Show.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Da der Rest der Sendung von der Kritik ziemlich verrissen wurde, lag es nahe, aus der ehemaligen Talk-Show eine ganz neuartige Smart-Show zu entwickeln. SPAM liegt das revolutionäre Konzept vor.

Konzentration aufs Wesentliche

"schwitze ziemlich +++ scheiss scheinwerfer +++ weiss jemand wie der moderator heisst? #ardsendung"

"schwitze ziemlich +++ scheiss scheinwerfer +++ weiss jemand wie der moderator heisst? #ardsendung"

Foto: Rainer Jensen/ dpa

Eine Smart-Show zeigt eine Reihe von Smart-Gästen beim Tippen in ihre Smartphones. "Damit wird ein lang gehegter Traum wahr: Da diese Sendung komplett ohne Ton aufgezeichnet werden kann, entfallen endlich auch die üblicherweise quälend langweiligen Redebeiträge", schwärmen die Programmmacher.

Einbindung neuester Medien

"So brillant kann Videotext aussehen!", ist CSU-Landeschefin Claudia Roth sich sicher.

"So brillant kann Videotext aussehen!", ist CSU-Landeschefin Claudia Roth sich sicher.

Foto: Peter Endig/ dpa

Die von den Smart-Gästen abgesonderten Mitteilungen und erzielten "Rio"-Highscores können von den Zuschauern über den Videotext empfangen werden. "Viele Experten sehen im Videotext das Medium der Zukunft. Auf vielen Fernsehgeräten kann dieser Text sogar direkt über die Smart-Gäste gelegt werden!" Trotzdem, so glauben die Verantwortlichen, dass sich wohl nur wenige Zuschauer für dieses Angebot interessieren werden.

Informationsanreicherung

Gespannt liest der Talkshowgast, welche gescheite Replik ihm sein Referent gleich live in die Sendung twittert.

Gespannt liest der Talkshowgast, welche gescheite Replik ihm sein Referent gleich live in die Sendung twittert.

Foto: Steffen Kugler/ dpa

Viel wichtiger sei den meisten Zuschauern, qualitativ hochwertige Hintergrundinformationen zu erhalten. Etwa, welche Smartphones benutzen die Smart-Gäste, wie viel kosten die wo, welche Krawattenmarke trägt welcher Smart-Gast. Derartige Informationen sollen zukünftig direkt auf dem Fernsehbild eingeblendet werden.

Testbildmusik

In einer "Günther Jauch"-Testsendung ist es ARD-Forschern bereits gelungen, die Gäste komplett durch Infokästen und die Zuschauer durch ein Hintergrundbild zu ersetzen.

In einer "Günther Jauch"-Testsendung ist es ARD-Forschern bereits gelungen, die Gäste komplett durch Infokästen und die Zuschauer durch ein Hintergrundbild zu ersetzen.

Foto: AP

Auf die Tonspur will man entweder eine "wunderbar nostalgische Tastengeklicker-Symphonie" legen oder eine Smart- beziehungsweise Fahrstuhlmusik. Es könnten aber auch Fußballergebnisse aus britischen Regionalligen verlesen werden.

Moderater Moderator

Auf der Innenseite dieses neuen Gerätes werden aktuelle Börsenkurse eingeblendet sowie die Handynummer des Piratenpartei-Telefonjokers.

Auf der Innenseite dieses neuen Gerätes werden aktuelle Börsenkurse eingeblendet sowie die Handynummer des Piratenpartei-Telefonjokers.

Foto: dapd

Noch nicht ganz klar ist, welche Rolle der weiterhin Moderator genannte Günther Jauch in dieser Runde einnehmen wird. Dem Konzept zufolge könnte er sich im Takt der Smart-Musik wiegen sowie tonlos mitsummen. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Jauch während der Sendung mit wem auch immer telefoniert.