150 Jahre SPD: Ein Grußwort von Jens-Karl Bochtler - DER SPIEGEL
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150 Jahre SPD Ein Grußwort von Jens-Karl Bochtler

150 Jahre SPD. Das ist ein Grund zu feiern. Aber was noch mal?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Es grüßt: Unser Kommentator Jens-Karl Bochtler

Es grüßt: Unser Kommentator Jens-Karl Bochtler

Foto: SPAM

Das fragen sich viele. Die Antwort: Soziale Gerechtigkeit ist, wofür diese drei Buchstaben unverbrüchlich stehen. Die Forderungen sind dabei ganz konkrete: Niemand soll am 1. Mai mehr als genau eine Nelke bekommen. Jede politische Richtung soll gleichermaßen in der Partei vertreten sein (außer zu linke). Jedes SPD-Mitglied soll 50.000 Euro pro Vortragsabend erhalten! In einer fernen Zukunft wird es soweit sein. Bis dahin müssen mutige Männer vorangehen, mit breiter Brust und weit offenem Portemonnaie. Müssen den Banken, den mächtigen Wirtschaftsverbänden das Geld abluchsen! Aber: Pssst! Das ist ein Geheimplan. Doch aufgepasst. Wenn der SPD-Kanzlerkandidat (Haifischbrille, randloses Grinsen) dieser Tage vor Ihrer Wohnungstür steht und anklopft, sollten Sie ihn reinlassen. Er könnte Geld verteilen wollen. Peer Steinbrück! So heißt der Mann. So wie August Bebel August Bebel hieß, Kurt Schumacher Kurt Schumacher, und Patrick Ebert Patrick Ebert. Soziale Gerechtigkeit! Laut dröhnen diese Worte durch anderthalb Jahrhunderte zu uns herüber. Gott, ist das lange her. Wer in dieser Zeit täglich zwei Liter Wasser getrunken hat, könnte jetzt rein rechnerisch den Bodensee... na, egal. Zur Sonne, zur Freiheit! Ein Tusch! SPD ist für uns alle da. SPD macht mobil bei Arbeit, Sport und Spiel. 150 Jahre SPD. Eine geile Zeit. Wir denken gerne daran zurück. Und wenn die Gerüchte stimmen, macht Wim Wenders sogar einen Film darüber, der genau so lange geht.