Mei, der Franz! Jetzt kommt die Kirchenreform
Schon als Knabe konnte er Bierflaschen durch reine Gedankenkraft öffnen.
Foto: Ciro Fusco/ dpaDas sagte der oberste Hirte kürzlich angelegentlich einer Frühmesse. Leider war in diesem Rahmen wenig Zeit, auf Details des spannenden Vorhabens einzugehen. Ein Engel des Herrn hat uns daher am Morgen gebeten, die wichtigsten Punkte der Reform zu verkünden. Also, aufgemerkt!
- Frühmessen werden zukünftig nicht vor 15 Uhr abgehalten, und wenn, dann auf Twitter. Um dem Seelenheil neue Absatzmärkte zu sichern, ist Amtssprache nun nicht mehr Latein, sondern Chinesisch.
- Die schwer vermittelbare "Heilige Dreifaltigkeit" wird durch das viel modernere Modell der "Heiligen Faltenfreiheit" ersetzt. Wer an dem alten Konzept festhalten möchte, soll in Zukunft auch den dreifachen Mitgliedsbeitrag zahlen.
- Das Priesteramt darf zukünftig nicht mehr nur von Männern, sondern auch von Rasenmäh-Robotern, Tüpfelhyänen und rechtsdrehenden Quarks ausgeübt werden. Wenn die das wirklich wollen.
- Beim Zitieren von Bibelsprüchen wird ab sofort weltweit eine (maßvolle) Lizenzgebühr fällig.
- Auf vielfache Anwohnerbeschwerde hin wird das ständige Kirchenglocken-Gebimmel durch eine großzügige Vanillebeduftung des gesamten Viertels ersetzt.
- In diesen kleinen dunklen Einzelkabinen werden endlich Monitore und Kleenex-Spender installiert.
- Dies alles gilt auch für den Fall, dass dem derzeitigen Papst in nächster Zeit etwas Schreckliches zustoßen sollte (Lebensmittelvergiftung, Balkonsturz, Hellebardenunfall o.ä.).