Coole Nummer: Scheißdreck alles, sagt berühmter Typ - DER SPIEGEL
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Coole Nummer Scheißdreck alles, sagt berühmter Typ

Liebe Internet-Homies! Facebook, Handys und das alles ist "Scheißdreck". Das hat der berühmte Bücher-Schreiber Günter Grass jetzt im Real Life gesagt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Zu den größten Verkaufshits von Grass zählten "Dschingis Khan", "Glasperlenspiel" und "Hans-Jörg Butt".

Zu den größten Verkaufshits von Grass zählten "Dschingis Khan", "Glasperlenspiel" und "Hans-Jörg Butt".

Foto: Patrick Seeger/ picture-alliance/ dpa

Okay, liebe User, viele wissen jetzt nicht direkt, wer das ist, dieser Typ. Oder was er damit gemeint hat. Er meint damit soviel wie: Daumen runter! Das ist natürlich eine krasse Ansage. Aber irgendwie auch cool. Dazu muss man wissen: Der Bücher-Schreiber Günter Grass stammt aus einer Zeit, als soziale Netzwerke junger Menschen noch weitgehend ohne elektronische Medien auskamen und oft übelst zweckgerichtet waren: Etwa, um andere Länder zu erobern oder möglichst viele nervige Leute aus dem Real Life zu löschen ("Waffen-SS"). Was uns heute seltsam erscheint, war damals jedoch ganz normal, ja, viele Thrills, auf die die Leute unheimlich flashten ("Kameradschaft", "Blutrausch", "Vollsuff"), kamen dabei raus. Heute hingegen tun wir uns ja oft "einfach so", oder "aus Langeweile" zusammen, oder "weil ich von diesem virtuellen Zeug einfach nicht mehr loskomme" (Gerold S., 15, aus Unter-Emmingen). Da ist es vielleicht echt ganz witzig mal zu überlegen, was dieser "2-G" eigentlich so findet. Er sagt zum Beispiel auch, dass man nicht immer nur virtuell unterwegs sein sollte, mit diesen ganzen unechten, vielleicht komplett ausgedachten Pseudofreunden wie Du und ich und Lisa-Leonie aus der 8a. Sondern man sollte sich mal mit Leuten im Real Life treffen - zum Beispiel mit Romanfiguren aus echten Papierbüchern! Oberkrass, dieser Grass! Er ist irgendwie ein Mahner und Warner, der Sascha Lobo seiner Welt, wie aus einem irren Universum, wo man den Iro noch unter der Nase trägt. Wir sagen: Daumen hoch, Günter! Aber wo?