Brot bald Weltkulturerbe Was sollen wir jetzt essen?
Verschleppt nach Nordkorea: Brot.
Foto: Hendrik Schmidt/ picture alliance / dpaViele Menschen in Deutschland sind jetzt verunsichert. Weltkulturerbe, sagen sie, kommt das ganze schöne Brot dann irgendwo hinter Glas? Könnte man da nicht lieber Herbert Grönemeyer nehmen? Passant Herbert P., 56, aus Mechlingen, berichtet von "Gewissensbissen", das designierte Kulturerbe weiterhin, wie gewohnt, brutal zu zerkauen, in Magensäure aufzulösen, umzuwandeln in Atmung, Bewegung, Fußballdebatten und Kot. "Das hat unser gutes Brot einfach nicht verdient!" Um mit seinen Gewissensbissen zurechtzukommen, beschmiert er sie morgens mit extra dick Nutella. Was aber, wenn auch dieser urdeutsche Brotaufstrich zu Weltkulturerbe erklärt wird? Was bleibt uns, wenn es die Currywurst und den Döner ereilt? Die Nahrungsversorgung weiter Bevölkerungsschichten stünde in Frage. Erste Dönerstände sollen bereits Eintritt verlangen. Eine bekannte Berliner Wurstbude verkauft ihre Currywurst nur noch als Schlüsselanhänger oder 3D-Puzzle. Was wird die Weltkulturmafia uns als nächstes zumuten: Spargel-Feiertage? Wochen des Durchlüftens? Gebraucht-Birkenstock-Museen? Wird Hans-Peter Friedrich tatsächlich, wie gemunkelt wird, zum Kleingartenbeauftragten der Bundesregierung ernannt? Die Lage ist ernst. Nordkorea soll bereits begonnen haben, ganze Schiffsladungen deutschen Brotes anliefern zu lassen, um sie im gesamten Land zu verteilen: So wäre es vor amerikanischen Flächenbombardements geschützt. Das ist zynisch und brotverachtend! Stoppt das alles jetzt, Menschen, lernt, Euer Brot als Partner zu begreifen. Bis seine Lage geklärt ist, sollte es auf jeden Fall durch Bier ersetzt werden.