Abspaltung droht Leute, liebt Bayern!
Gottschalk entsetzt: Wird dann doch nicht er, sondern Otto der nächste Kanzler?
Foto: Florian Schuh/ dpaDer Schock sitzt tief. Wenn wir Bayern verlieren, wird Deutschland nie wieder eine unionsgeführte Bundesregierung haben! Die großen, beliebten Kanzler Adenauer, Kohl, Heinz Erhardt, Knut Kiesewetter - wären alle undenkbar gewesen ohne die Stimmen aus Bayern! Wollen wir eine Zukunft ohne ulkige Kanzlerdarsteller-Kanzler wirklich riskieren? Was können wir tun, um die Bayern zu halten?
Aktiv werden
Nie wieder: Nur noch ein allerletztes Mal stellen wir dieses Bild neben diesen Witz.
Foto: A0060 Horst Ossinger / dpaSofortmaßnahme Nummer eins sollte sein: Nie wieder Bayernwitze erzählen! (Zum Beispiel nicht den, wo ein Mann sich durch Entnahme des halben Gehirns zum Ostfriesen umoperieren lassen möchte, die Ärzte ihm aber am Morgen nach der OP betreten gestehen, dass sie leider versehentlich sogar drei Viertel rausgenommen haben, und er aber ganz jovial antwortet: "Ja mei, dös mocht nix!") Nie, niemals weitererzählen, solchen Schund!
Neue Chancen nutzen
Robben ekstatisch: Gegen Illertissen will er 121 Pfostenschüsse erzielen.
Foto: Alexandra Beier/ Bongarts/Getty ImagesAls Soforthilfe für den gebeutelten Freistaat sollte der DFB die bayerischen Vereine aus dem Spielbetrieb ausgliedern. Der mehrfache deutsche Ex-Meister FC Bayern München könnte so endlich wieder auf rassige Derbys gegen Illertissen und Frohnlach hoffen statt schwieriger Auseinandersetzungen mit oft widerspenstigen Nichtbayern aus London oder Dortmund. Sogar richtige Titel würden wieder in den Bereich des Möglichen rücken.
Aber auch Gefahren erkennen
Regierungssprecherin des künftigen Dorfstaats von und zu Guttenberg bei der Arbeit
Foto: dapdErklären Sie, liebe SPAM-Leser, Ihren bayerischen Bekannten eindringlich, was der Sezessionsdrang früher oder später zur Folge haben muss: Nämlich die Abspaltung der Wirtschaftsstandorte Ingolstadt, München und Augsburg vom Rest des Landes. Der wunderschöne bayerische Wald dagegen, Heimstatt der Wolpertinger und der Guttenbergs, würde über kurz oder lang an Tschechien fallen, wenn er sich nicht als Atomendlager selbstständig machen will.
Gesundheitliche Aspekte beachten
Am Kreuz rumhängen: In Bayern ein beliebter von vielen Krankenkassen als Rückenschule anerkannter Sport.
Foto: dapdWandel durch Annäherung! Versuchen Sie, liebe SPAM-Leser, bayerische Sitten und Gebräuche in Ihren Alltag zu integrieren: Schmettern Sie Ihrem Berliner Busfahrer ein herzliches "Grüß Gott!" entgegen, laden Sie Ihre Kollegen in der Frühstückspause auf einen Liter Bier ein, hängen Sie liebevoll geschnitzte Skulpturen von Hinrichtungsopfern im Klassenzimmer auf - helfen Sie mit, Bayerischsein und Normalsein einander anzunähern.
Solidarität zeigen
Solidarkostüm: Beim Kauf einer Lederhose gehen je rund 300 Euro nach Bayern.
Foto: Markus Heine/ picture alliance / dpaFünf Minuten für die Völkerverständigung! Rufen Sie einmal am Tag bei Mitbürgern mit bayerischem Nachnamen (Dimpflmoser, Seehofer, Allianzl u.ä.) an, um diese Ihrer Solidarität zu versichern. Organisieren Sie Menschenketten am Rosenheimer Platz! Zeigen Sie sich in aller Öffentlichkeit im Walküren-Kostüm! Der im Grunde gutmütige Bayer wird es Ihnen danken - auch wenn er es nicht zeigen kann.
Freundschaften pflegen
Zutrauliche Bajuwarinnen
Foto: Andreas Gebert/ dpaZur Einbindung gehört allerdings auch, den Regionalstolz Ihrer bayerischen Freunde ("Mia san BMW!") da und dort zu dämpfen: Etwa empfiehlt sich der leise Hinweis darauf, dass der letzte deutsche Kanzler, der aus Bayern nach Berlin kam, dem Ansehen Deutschlands unterm Strich doch eher geschadet hat. Adoptieren Sie einen Bayern! Freunden Sie sich mit einer Bayerin an! Stellen Sie ein Bierzelt im Vorgarten auf! Sie werden sehen: Bald werden die Bajuwaren zutraulich. Nach nur wenigen Wochen des vertrauensvollen Angrantelns werden echte Freundschaften möglich, und mit vielen klappt die Verständigung auf Englisch erstaunlich gut.