Altmaiers Energie-Schock Leute, spart Strom!
Umweltminister Altmaier freut sich schon auf die Vorschläge, die jetzt gleich hier kommen.
Foto: Wolfgang Kumm/ dpaLesen Sie hier, liebe SPAM-Leser, alle Ideen, die dort auf den Tisch kamen. Denn wir alle können helfen, den megafiesen Totalzusammenbruch des Stromnetzes dieses eine, einzige Mal zu verhindern...
Teufel Heizung
In vielen Farben erhältlich: beheizbarer Ganzkörperanzug
Foto: Emilio Naranjo/ dpaSelbst wenn Sie nicht mit Strom heizen: Beim Heizen wird einfach unglaublich viel Energie verschwendet. Obwohl es für das individuelle Wohlempfinden des Menschen reichen würde, eine nur wenige Millimeter dicke Luftschicht um die jeweilige Person herum zu erhitzen, werden immer noch ganze Räume, ja teilweise sogar mehrere Räume in derselben Wohnung beheizt. "Das ist ein wahnwitziger Frevel an der Natur", erklärte ein Vertreter für beheizbare Ganzkörperhausanzüge.
Trend zur Gefrierwohnung
Roboman: Hilft Menschen in Ganzkörperhausanzügen Zeugs aus dem Kühlschrank zu holen.
Foto: Thomas Kienzle/ APSaunabetreiber, Angoraproduzenten und Hersteller beheizbarer Toilettendeckel forderten dringend notwendige Subventionen, um der zu erwartenden Nachfrage auch nur ansatzweise nachkommen zu können. Großer Vorteil unbeheizter Wohnungen sei natürlich, dass Kühlschrank und Tiefkühltruhe im Winter ausgeschaltet werden können. Um den zu erwartenden Nachfragerückgang auszugleichen, wurde für Kühlschrank- und Tiefkühltruhenhersteller ein vergünstigter Strompreis vereinbart.
Dreck-Beleuchtung
Weniger ist manchmal mehr: Nicht jede Wohnungsecke muss wirklich ausgeleuchtet werden.
Foto: Deutsches Primatenzentrum Gmbh/ dpaDieselbe Verschwendung wie beim Heizen trifft auch auf die Beleuchtung zu. Obwohl viele Menschen bekanntlich mit Tunnelblick tagtäglich durch ihre Wohnungen tapern (Wo ist die Schokolade?), wird dort auch alles mögliche Andere beleuchtet. Selbst Sachen, die man eigentlich gar nicht sehen will, etwa Staub, Dreck, schmutzige Wäsche in irgendwelchen total unwichtigen Wohnungsecken. Abhilfe schafft hier eine in den beheizbaren Ganzkörperhausanzug integrierte Stirnlampe. Weiterer Vorteil: Wenn man mit der Stirnlampe direkt auf seinen Gesprächspartner zielt, weiß dieser sofort, dass er angesprochen ist.
Downglotzing
Nur Mitglieder einer obskuren Sekte aus den USA sollen durch eine spezielle Sitz- bzw. Stehhaltung während des Fernsehens das Einschlafen teilweise verhindern können.
Foto: AP / NBCEine der größten Energiesünden ist natürlich das sogenannte Fernsehen, da bekanntlich je nach Sendung bis zu 100 Prozent der Zuschauer ihre Äuglein dabei permanent geschlossen halten. Geplant ist daher, auf gewissen Sendeplätzen (Sonntagskrimi, Montags- und Dienstagskrimi) direkt nach dem Vorspann auf einen energiesparenden Schlummermodus umzuschalten (schwarzer Bildschirm, kein Ton). Kurz vor Schluss könnten die Zuschauer dann mit einer lauten Verfolgungsjagd daran erinnert werden, dass sie jetzt ins Bett gehen können. Nicht ganz geklärt werden konnte allerdings, ob dies von den Sendeanstalten nicht schon längst so praktiziert wird.
Ferres-Ohren
Die neuen High-Tech-Fernseher überzeugen oft durch besonders brillante Ohrendarstellungen.
Foto: Marc Müller/ dpaApropos Fernsehen: Ein ganz neuartiges Problem bringen die riesigen Bildschirme mit sich. Immer mehr Menschen haben heute derart große Fernseher, dass sie bei Großaufnahmen eines Gesichtes unmöglich noch beide Ohren gleichzeitig sehen können. Sie müssen dazu den Kopf schwenken. Theoretisch könnte also das rechte Ohr von Veronica Ferres ausgeblendet werden, wenn der Zuschauer sich gerade das linke anschaut. Erste Versuche laufen bereits. Manche Menschen behelfen sich, in dem sie den Fernseher teilweise zudecken. Der Energiespareffekt dieser Maßnahme ist aber umstritten.
Sparspirale
Energiesparer bei der Arbeit: Solange er direkt vor dem Fahrstuhl jongliert, müssen alle Nachbarn die Treppe benutzen.
Foto: dapdGerade wer kein Geld hat, für den ist Energiesparen natürlich besonders wichtig. Er wird um die Anschaffung teurer Energiespargeräte nicht herumkommen. Und muss daher, da er ja kein Geld hat, noch mehr Energiesparen. Ein Teufelskreis, welcher nur durch noch rigoroseres Energiesparen durchbrochen werden kann, erklärte Umweltminister Altmaier. Kostenlose Berater der Bundesregierung werden künftig neuartige Lehrgänge anbieten, etwa "Wie drehe ich die Lampen im Treppenhaus ganz leicht heraus" oder "Wie befestige ich einen professionellen "Defekt"-Zettel an der Fahrstuhltür". So können Mieter nämlich ganz erstaunlich an Nebenkosten sparen.
Sparen helfen
Hinweis: An das Handy Ihres Nachbarn zu kommen, ist mitunter gar nicht so leicht.
Foto: Malte Christians/ dpaÜberhaupt: Auch anderen beim Energiesparen helfen, steht ganz vorne im Programm. Also, liebe SPAM-Leser: Regeln Sie ruhig bei ihrer Erbtante den Toaster runter. Treten Sie auf dem Heimweg alle Straßenlaternen aus. Werfen Sie das Handy ihres Nachbarn in den Gully. Unser Stromnetz wird es Ihnen danken!