Die neuen Weihnachtswarnungen sind da! - DER SPIEGEL
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Aufgepasst! Die neuen Weihnachtswarnungen sind da!

Die Gefahren beim Einkauf von Weihnachtsgeschenken, -keksen und so werden immer schlimmer! Die Medien beobachteten dieses Jahr bislang 20.993 neuartige Risiken, Fallen und Heimtückereien.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Für den SPAM-Schokoladentest sind ausschließlich biologisch hergestellte Labormäuse verwendet worden.

Für den SPAM-Schokoladentest sind ausschließlich biologisch hergestellte Labormäuse verwendet worden.

Foto: dapd

SPAM hat diese für Sie, liebe SPAM-Leser, getestet und daraus die unverzichtbarsten Tipps für den Weihnachtseinkauf entwickelt...

Gewalthochburg Weihnachtsmarkt

Falls hier ein Brand ausbricht, steht pro Bude nur ein Kübel Löschpunsch zur Verfügung.

Falls hier ein Brand ausbricht, steht pro Bude nur ein Kübel Löschpunsch zur Verfügung.

Foto: Johannes Simon/ Getty Images

Rüsten Sie Ihren Schutzanzug, den Sie für gewöhnlich zum Einkauf von Weihnachtsgeschenken tragen, unbedingt auf: Dieses Jahr sollte er nicht nur Gasangriffen (durch sogenannte Weihnachtsdüfte) standhalten, sondern auch spontanen Flammeneruptionen aus Lichterketten, säurehaltigem Weihnachtsmarkt-Schnaps sowie brutalsten akustischen Folterattacken (Wham: "Last Christmas").

Von wegen Korea!

Neu in den Läden ist das Bastelset "Teddybär". Verbraucherschützer haben die Inhaltsstoffe noch nicht identifizieren können und raten dazu, in diesem Jahr nur Teddys aus vorhandenen Beständen zusammenzubauen, die man zuvor (vorsichtig!) auseinandersägt.

Neu in den Läden ist das Bastelset "Teddybär". Verbraucherschützer haben die Inhaltsstoffe noch nicht identifizieren können und raten dazu, in diesem Jahr nur Teddys aus vorhandenen Beständen zusammenzubauen, die man zuvor (vorsichtig!) auseinandersägt.

Foto: Thomas Niedermueller/ Getty Images

Kaufen Sie ausschließlich Spielzeugeisenbahnen, denen ein von der Atomsicherheitsbehörde Ihres Vertrauens ausgestelltes Zertifikat "100 Prozent uranfrei" beiliegt. Bei Testfahrten unabhängiger Testbehörden kam es bereits vor Monaten zu mysteriösen Zusammenstoß-Explosionen. Diese Vorfälle wurden bislang immer als nordkoreanische Raketentests vertuscht.

Flammenmeer Bart

Besonders gewarnt wird derzeit vor bulgarischen Billig-Weihnachtsmännern aus der Ukraine.

Besonders gewarnt wird derzeit vor bulgarischen Billig-Weihnachtsmännern aus der Ukraine.

Foto: Misha Japaridze/ AP

Schon jetzt kursieren in vielen Städten Weihnachtsmänner mit sehr leicht entzündlichen Bärten. Kommen diese in eine mit Glühwein getränkte Atemwolke, können die Folgen verheerend sein. Die dem Glühwein beigemengten Schrotkörner (diese kleinen schwarzen Kügelchen) lösen sich im Magen des Glühweintrinkers auf und entweichen als hochexplosives Gas über die Atemluft.

Die Rache des Krokantblatts

Terrorismusexperten haben nach wie vor Bedenken, wie die islamische Welt auf den massenweisen Verzehr von Bin-Laden-Nachbauten reagieren mag.

Terrorismusexperten haben nach wie vor Bedenken, wie die islamische Welt auf den massenweisen Verzehr von Bin-Laden-Nachbauten reagieren mag.

Foto: dapd

Vorsicht beim Kauf von Schokoladenweihnachtsmännern: Neuesten Untersuchungen zufolge können diese Spuren von Schokoladenosterhasen enthalten, welche Spuren von 2011er-Schokoladenweihnachtsmännern enthalten, (usw.), welche Spuren von Blätterkrokant '08 enthalten! Menschen, die gegen diese Wirkstoffkombination allergisch sind, könnten darauf mit heftigen Allergiereaktionen reagieren (Paranoia, Erbrechen, FDP-Eintritt).

Obächtle!

Immer wieder erleben Tester es, dass die Zwetschgenmännle aus Rosskastanien minderwertiger Qualität bestehen oder beim Reinbeißen leise "Aua" sagen.

Immer wieder erleben Tester es, dass die Zwetschgenmännle aus Rosskastanien minderwertiger Qualität bestehen oder beim Reinbeißen leise "Aua" sagen.

Foto: Daniel Karmann/ picture alliance / dpa

Ganz wichtig: Zwetschgenmännle sollten vor dem Verzehr mindestens 30 Minuten gekocht und dann durch Hirschgulasch ersetzt werden.

Verdächtige Stille

Übermäßiger Lebkuchengenuss kann zu Halluzinationen, Völlegefühlen und anfallsweiser Frömmigkeit führen.

Übermäßiger Lebkuchengenuss kann zu Halluzinationen, Völlegefühlen und anfallsweiser Frömmigkeit führen.

Foto: FABRICE COFFRINI/ AFP

Vollkommen unklar ist noch die Lage an der Lebkuchenfront: Während da in letzten Jahren immer mal wieder drastische Warnungen durch die Schlagzeilen geisterten, ist bislang alles ruhig. Verdächtig! Wir raten zum ersatzweisen Verzehr von Altbrot mit bisschen Honig drauf - durch die Nachbarskinder.

Die Gefahr im Kinderzimmer

Nachts sollen sie sich erbitterte Schlachten mit der Konkurrenz von Lego liefern: Playmobil-Korsaren.

Nachts sollen sie sich erbitterte Schlachten mit der Konkurrenz von Lego liefern: Playmobil-Korsaren.

Foto: dapd

Immer noch nicht ganz sicher ist, ob Lego-Piraten nicht nachts ein Eigenleben bekommen und dann vielleicht sogar mit scharfer Munition auf lebendige Personen schießen. Noch sind zwar keine Fälle bekannt geworden, aber das spricht nur für die Treffsicherheit der beteiligten Piraten.

Auch das noch

Lizenrechtlich bedenklich ist die in Sachsen und Thüringen durch geknechtete Rentner durchgeführte Massenfertigung von Munchs "Schrei".

Lizenrechtlich bedenklich ist die in Sachsen und Thüringen durch geknechtete Rentner durchgeführte Massenfertigung von Munchs "Schrei".

Foto: Sean Gallup/ Getty Images

Ober-Horror: Die EU hat angeblich eine Gesetzesrichtlinie in Vorbereitung, wonach jeder, der dieses Jahr zu Weihnachten ein Produkt verschenkt, welches in fernen Ländern unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen hergestellt worden ist, bereits im Januar wegen Unterstützung von Sklavenarbeit angeklagt und sofort weggeschlossen werden kann. Da dies auf rund 99 Prozent der auf Wunschlisten notierten Produkte zutrifft, ist die Aufregung natürlich groß.

Fairness-Kontinent Europa

Überhaupt scheint die Weihnachtszeit ein Pfuhl der überflüssigen Verlockungen zu sein. Hans-Werner Sinn vom Münchner "Institut für Weihnachtsmannforschung" rät dazu, "einfach bis zum neuen Jahr durchzuarbeiten."

Überhaupt scheint die Weihnachtszeit ein Pfuhl der überflüssigen Verlockungen zu sein. Hans-Werner Sinn vom Münchner "Institut für Weihnachtsmannforschung" rät dazu, "einfach bis zum neuen Jahr durchzuarbeiten."

Foto: A3417 Ulrich Perrey/ dpa

Deshalb hat sich jetzt spontan eine EU-Arbeitsgruppe gebildet, die sich dafür einsetzt, dass Konsumenten beim Kauf "fair gehandelter" Produkte sogenannte "Einkaufsrechte für unfair gehandelte Produkte" erhalten. Diese können dann, ähnlich der Regelung bei Emissionsrechten, an einem speziellen Markt gehandelt werden. Ob das rechtzeitig vor Weihnachten noch was wird, ist allerdings fraglich. Frohes Fest jedenfalls!