Erfolgsprinzip Höhler So kriegt Merkel 99 Prozent!
Durchschaut: Durch absurd überzogene Dämonisierung will Autorin und Politikberaterin Höhler (Mitte) ihre blasse Favoritin aufwerten
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Viele Bürger sehen sich plötzlich gezwungen, Angela Merkel in Schutz zu nehmen. Eine verstörende Erfahrung. CDU-Spindoktoren planen bereits, den Effekt für die Bundestagswahl zu nutzen.
Satanistin
A. Dobrindt (l.) beim Quellenstudium
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Im November 2012 soll ein unmöglich ernst zu nehmender Unionshansel (angefragt: A. Dobrindt, München) das Traktat "Die Hexe" veröffentlichen. Kernpunkt: Die Kanzlerin sei keine richtige Christin, nein, nicht mal Protestantin, sondern fröne satanistischen Praktiken, teils mit Menschenopfern (N. Röttgen).
Das böse Mal
Vorwürfe widerlegt: Blazerkragen? Fehlanzeige!
Foto: dapdWeiteres Argument: Die Verbindungslinien von Merkels Mundwinkeln zum Blazerkragen ergäben klar ein Pentagramm. Die Wahlkampfstrategen hoffen, dass die Deutschen sich angesichts solcher abstrusen Vorwürfe noch enger um die Kanzlerin scharen: "Na, und?! Mit ihrem Dienstbesen reist sie wenigstens klimaneutral."
Putsch
An Absurdität nicht zu überbieten: Gerüchte über einen - gar bewaffneten - Staatsstreich
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Ein konservativer Think-Tank verbreitet im Januar 2013 das Thesenpapier "Die Putschistin". Darin heißt es, Merkel plane einen Staatsstreich zusammen mit früheren Stasi-Offizieren. Die Inhaftierungslisten für überzeugte Marktwirtschaftler wären bereits fertig. Diese Aussicht dürfte - läuft alles nach Plan - das Wahlvolk nicht erschrecken, unter einer Bedingung: "Damit alles rechtens ist, muss sie aber vorher die FDP verbieten."
Kommunismus und Fußball
Die Harmonisierung der Liga sorgt für ekstatische Stimmung im Stadion, die Kanzlerin (r.) lässt sich gerne anstecken
Foto: Vladimir Rys/ Bongarts/Getty ImagesIm Mai 2013 erscheint die Streitschrift: "Die Kryptokommunistin". Schlüsselaussage: Die Kanzlerin plane entsprechend ihrer stalinistisch geprägten, wettbewerbsfeindlichen und gleichmacherischen Weltsicht, dass im deutschen Fußball niemand mehr Punktverluste erleiden oder gar absteigen solle. Die Fans stimmen deshalb erst recht für Merkel: "Nur so bleibt das unverzichtbare Bundesliga-Urgestein HSV in der Liga."