Holla die Herdprämie! Schröders geheime Zusatzklauseln
Familienministerin Schröder kurz vor der Enthüllung der geheimen Zusatzklauseln
Foto: Sataporn Von Erichsen/ dpaWas die OECD sagt, ist Quatsch. Nämlich: Wegen der Herdprämie würden sozial schwächer gestellte Frauen aus Zuwandererfamilien sich keine Arbeit suchen. Sondern lieber zu Hause ihre Kinder versorgen. Ha! Da hat die Ministerin doch längst vorgebaut: Mit den folgenden, SPAM exklusiv vorliegenden Herdprämien-Zusatzklauseln.
Kein Geld für Zuwanderer
Schnappschuss aus dem 13. Jahrhundert: Urahn des CSU-Experten Wolpertingers
Foto: dapdUm Kinder und Frauen von Zuwanderern vor dem unerwünschten Bezug des Betreuungsgeldes zu schützen, wird bei Migrantenfamilien (zugewandert ab 15. Jh.) das Betreuungsgeld einfach mit dem Kindergeld verrechnet. "Geniale Klausel!", so CSU-Experte Holm-Maria Wolpertinger, dessen Familie bereits im 13. Jahrhundert (von den Bäumen herunter) zugewandert ist.
Kein Geld für Frauen mit großen Brüsten
Bezirksamt Berlin-Prenzlauer Berg: Frauen wollen Herdprämie beantragen (rechts die abgewiesenen Kandidatinnen)
Foto: FRANCOIS GUILLOT/ AFPFrauen (und natürlich im Einzelfall auch Männer) mit großen Brüsten (ab Körbchengröße A++) erhalten prinzipiell kein Betreuungsgeld. Dieser etwas willkürliche Ausschluss soll verdeutlichen, dass das Betreuungsgeld ein rares Gut ist, welches man (bzw. frau) schätzen und ehren soll.
Kein Geld für Familien mit mehreren Kindern
Klarer Vorteil: Kinder, die sich schon sehr früh gegenseitig betreut haben, haben auch als Erwachsene kein Problem damit.
Foto: Rolf Vennenbernd/ dpaLogisch! Bekanntlich betreuen sich mehrere Kinder immer gegenseitig, und zwar ohne dass sie dafür entlohnt werden. Wär' ja sonst auch Kinderarbeit.
Kein Geld für ungebildete Einkindfamilien
Ungebildete halten ihre Kinder gerne in solchen roten Käfigen.
Foto: Adam Berry/ Getty ImagesUm die Ansteckung mit Ungebildetheit möglichst gering zu halten, wird bei ungebildeten Familien das Betreuungsgeld mit einem monatlichen Unbildungsaufschlag in gleicher Höhe verrechnet. Kritiker bemängeln, dass gerade Ungebildete das System nicht durchschauen und ihr Kind trotzdem zu Hause versorgen, um Geld zu sparen. Aber wer hört schon auf Kritiker.
Kein Geld für Leute ohne beige-rosa kariertes Sofa im Wohnzimmer
Falsches Muster, falsche Farbe, keine Rollen: Diese zwei bekommen kein Betreuungsgeld.
Foto: Henning Kaiser/ dpaDie revolutionärste Zusatzklausel: Nur Einkindfamilien mit einem beige-rosa karierten Sofa auf Rollen im Wohnzimmer sind berechtigt, das Betreuungsgeld zu beantragen. "Aber ja, natürlich gibt es solche Leute," so die erstaunte Familienministerin, "meine Freundin Ingrid zum Beispiel!"